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Würdigung der Bundeskanzlerin Zum 100. Geburtstag des "Bild"-Erfinders Axel Springer

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02.05.2012

Zeitschriften aus dem Axel Springer Verlag. Kanzlerin Merkel würdigte Axel Springer zum 100. Geburtstag. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd Photo
Zeitschriften aus dem Axel Springer Verlag. Kanzlerin Merkel würdigte Axel Springer zum 100. Geburtstag.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd Photo

Berlin – Zum 100. Geburtstag des "Bild"-Erfinders Axel Springer hat Kanzlerin Angela Merkel den Einsatz des Verlegers für die Demokratie in Deutschland gewürdigt. "In Axel Springer hatten die Grundwerte der jungen Demokratie – freiheitlicher Rechtsstaat, Ablehnung jeder Form des Totalitarismus und soziale Marktwirtschaft - einen entschiedenen Verteidiger", schrieb die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in einem am Mittwoch veröffentlichten Grußwort. Merkel würdigte den Einsatz von Axel Springer für die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Axel Springer wäre am (heutigen) Mittwoch 100 Jahre alt geworden. Er starb 1985. Neben Merkel würdigten zahlreiche andere Politiker den ehrgeizigen und zielstrebigen Verleger, der ein Medien-Imperium aufbaute. Hier eine Auswahl an Stimmen, die größtenteils in einer Sonderbeilage des Verlages veröffentlicht wurden:

- Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erklärte, es sei "legendär, wie Axel Springer die erste 'Bild' selber zusammenklebte – seine innovative Antwort auf das neue Medium Fernsehen. Heute ist sein Haus in der digitalen Welt der Zukunft angekommen – ganz im Sinne seines Vermächtnisses."

- Der israelische Präsident Schimon Peres lobte Springer als "großartigen Mann, der ein großartiges Vermächtnis hinterlassen hat. Er kämpfte unnachgiebig für die Prinzipien, an die er glaubte - allen Widerständen zum Trotz." Die Israelis sähen in Springer "einen Freund und Champion, dessen Engagement für den Staat Israel eine persönliche und einzigartige Form annahm, als er der erste Deutsche wurde, der persönlich nach Israel" gekommen sei.

- Ex-US-Außenminister Henry Kissinger drückte seine Bewunderung für Springers "unerschrockene Hingabe und seinen Einsatz" aus. Sein Einsatz für die Einheit Deutschlands sei für Springer eine moralische Pflicht gewesen, "die dann zur Wirklichkeit wurde, dank seines Glaubens und seiner Hingabe".

- "Wenn ich mich jetzt zurückerinnere, dann kommt mir schon die Wut von damals, die Empörung, wieder hoch", sagte Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele. Der Grünen-Politiker  Ströbele erinnerte an die Rolle des Springer-Verlages im Zusammenhang mit der 68er-Bewegung. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, Springer habe mit seinem Verlag dazu beigetragen, dass die außerparlamentarische Opposition (APO) in weiten Teilen der Bevölkerung verhasst gewesen sei.

(dapd)

 

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