Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
28.07.2007
Fulda – Zwei Monate nach der Salmonellen-Epidemie am Klinikum Fulda sind bei Kontrollen Infektionen bei zwei Küchenmitarbeitern festgestellt worden. Die Betroffenen, eine Frau und ein Mann, hätten aber keine Symptome einer Erkrankung gehabt, teilte der Kaufmännische Direktor der Klinik, Stefan Burkard, am Samstag mit. Sie seien direkt nach Bekanntwerden des Testergebnisses vom Dienst befreit worden. Die Besuchercafeteria „Trio“ wurde in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt als Vorsichtsmaßnahme geschlossen.
Die Mitarbeiter von Küche und Cafeteria müssen nach Angaben des Klinikums einmal in der Woche eine Stuhlprobe für den Salmonellentest abgeben. Bei den dabei festgestellten Infektionen handelt es sich um zwei verschiedene Salmonellen-Arten, wie Burkard erklärte. In einem Fall handele es sich um den Stamm, der auch die Epidemie ausgelöst hatte. Dass eine Salmonellen-Infektion bei einer Gruppe von mehr als 100 Beschäftigten auftrete, sei völlig normal, betonte Burkard. Vorsorglich sollen nun wieder alle Klinikbeschäftigten täglich getestet werden. Die infizierten Mitarbeiter können nach drei negativen Tests an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
Die Salmonellen-Epidemie hatte sich im April und Mai am Klinikum Fulda ausgebreitet. Mehr als 270 Menschen erkrankten und mindestens zwei Personen starben. Als Auslöser wurde erst nach Wochen ein am 25. April hergestelltes und in der Mitarbeiterkantine ausgegebenes Apfelmus mit Schlagsahne ermittelt. In der zweiten Welle könnten sich Patienten durch den Verzehr einer mit dem Erreger kontaminierten Salatsoße infiziert haben. Mitte Juni wurden dann in zwei Wasserproben hohe Konzentrationen von Erregern der gefürchteten Legionärskrankheit gefunden. Danach kündigte der Chef des Klinikums, Claus-Dieter Schad, seinen Rücktritt an. (AP)
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