Foto: ddp images / dapd/dapd
Berlin – Nach der tödlichen Prügelattacke auf einen 20-Jährigen am Berliner Alexanderplatz steht die Polizei bei der Aufklärung des Falls offenbar vor einem Durchbruch. Nach der Festnahme eines 19-Jährigen stellten sich am Mittwoch zwei weitere Tatverdächtige den Behörden. Der 19-Jährige, der bereits am Dienstag in der Osloer Straße in Wedding festgenommen worden war, erhielt am Mittwochabend Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge, wie eine Polizeisprecherin auf dapd-Anfrage sagte. Die Fahndung nach drei weiteren Tatverdächtigen, die der Polizei inzwischen namentlich bekannt seien, dauere an.
Mittlerweile seien über 40 Hinweise eingegangen, sagte die Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche eine Belohnung in Höhe von bis zu 15.000 Euro ausgesetzt. Die beiden anderen Verdächtigen im Alter von 19 und 20 Jahren erschienen am Mittwochvormittag in Begleitung ihrer Anwälte bei der Mordkommission. Sie wurden anschließend verhört.
Abschied am Sonntag
Das 20-jährige Opfer war in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren jungen Männern am Alexanderplatz bewusstlos geprügelt worden. Der junge Mann erlag einen Tag später seinen Verletzungen. Eine öffentliche Gedenkfeier für das Opfer wird am Sonntag (28. Oktober) im Haus der Begegnung in Charlottenburg ausgerichtet.
Die Brutalität des Angriffs hatte über die Grenzen Berlins hinweg Entsetzen ausgelöst. Neben anderen Politikern schaltete sich am Montag auch Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte ein und forderte ein entschiedenes Einschreiten gegen Gewalt. Die Menschen dürften "nicht wegschauen", sagte er und sicherte den Berlinern seine Unterstützung beim Engagement gegen Gewalt zu.
dapd
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