Aktuelle Nachrichten – International
09.06.2011
Sanaa/Washington – Regierungstruppen haben im Jemen nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwölf mutmaßliche Mitglieder der Al-Kaida getötet. Die Soldaten hätten sich in der Provinz Abjan Feuergefechte mit den Extremisten geliefert, erklärte das Ministerium in Sanaa erklärte am Donnerstag in einer Stellungnahme.
Aus Militärkreisen in Abjan verlautete, die Soldaten seien auf die Provinzhauptstadt Sindschibar im Süden des Landes vorgerückt, die in der vergangenen Woche von Aufständischen eingenommen wurde. Drei Soldaten seien verletzt worden.
Die USA verstärkten einem Zeitungsbericht zufolge ihre verdeckten Drohnen- und Luftangriffe gegen mutmaßliche Extremisten im Jemen. Die Offensive sei in den vergangenen Wochen intensiviert worden, berichtete die "New York Times" am späten Mittwochabend auf ihrer Website. Jemenitische Truppen, die im Süden des Landes gegen Al-Kaida-Extremisten gekämpft hätten, seien in die Hauptstadt Sanaa zurückbeordert worden.
Am 5. Mai hätten US-Sondereinsatzkräfte einen Drohnenangriff gegen den in den USA geborenen jemenitischen Geistlichen Anwar al Awlaki gestartet, sagten zwei Gewährsleute der Nachrichtenagentur AP. Awlaki sei jedoch nicht getroffen worden.
Durch Freudenschüsse von Anhängern des schwer verletzten Präsidenten Ali Abdullah Saleh erlitten unterdessen 100 Menschen Verletzungen. Die Regierungsanhänger hatten am Donnerstagmorgen aus Freude über die mutmaßlich erfolgreiche Operation Salehs in Saudi-Arabien Schüsse in die Luft abgegeben. Sicherheitskräfte erklärten, auch 40 Autos seien beschädigt worden.
Saleh war bei einem Raketenangriff in Sanaa verletzt worden. Am Montag wurden ihm in Saudi-Arabien Splitter aus der Brust entfernt. Er erlitt außerdem Brandwunden im Gesicht und an der Brust.
(dapd)
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