Aktuelle Nachrichten – International
04.04.2010
Bagdad (apn) Bei einer Bombenexplosion vor der iranischen Botschaft in Bagdad sind am Sonntag zwölf Menschen getötet worden. 42 weitere wurden verletzt, wie die irakische Polizei mitteilte. Der in einem Auto versteckte Sprengsatz sei vermutlich von einem Selbstmordattentäter gezündet worden, sagten zwei Polizisten der Nachrichtenagentur AP. Bei den meisten Opfern handele es sich um Mitarbeiter einer staatlichen Bank in der Nachbarschaft der Botschaft.
Der iranische Botschafter Hassan Kasemi Komi sagte, es sei unklar, ob der Anschlag gegen die diplomatische Vertretung gerichtet gewesen sei. „Die Explosion ereignete sich am Eingang, sie traf Besucher und irakische Polizisten“, erklärte er. Die Botschaft sei nur leicht beschädigt worden. Fast zeitgleich mit dem Anschlag vor der Botschaft hatten zwei weitere Explosionen einen Stadtteil im Westen Bagdads erschüttert. Berichte über Opfer lagen dort zunächst nicht vor.
Bereits in der Nacht zu Sonntag hatte sich eine Serie kleinerer Explosionen ereignet. Eine davon wurde nach Polizeiangaben von einem unter einem Auto versteckten Sprengsatz verursacht, dessen Detonation einen Menschen das Leben kostete.
Nach den Parlamentswahlen im vergangenen Monat hatte sich die Lage in der irakischen Hauptstadt etwas beruhigt. Am Freitag wurden dann aber 24 Sunniten ermordet. Seitdem geht die Angst um, die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe zwischen den Religionsgruppen könnten wieder aufflammen. Die schiitischen Parteien im Irak werden zum Teil vom Iran unterstützt, was vielen Sunniten ein Dorn im Auge ist. (AP)
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