China News - Menschenrechte – Zwölfte Selbstverbrennung in China dieses Jahr – Cheryl Chen & Jane Lin / The Epoch Times
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte

Unterdrückung in Tibet Zwölfte Selbstverbrennung in China dieses Jahr

Cheryl Chen & Jane Lin / The Epoch Times

07.12.2011

Unterdrückung nach dem Vorbild der Kulturrevolution in Tibet. Tibeter werden von chinesischen Sicherheitskräfte gebeugt weggebracht. Foto: chinesisches online Militär-Forum
Unterdrückung nach dem Vorbild der Kulturrevolution in Tibet. Tibeter werden von chinesischen Sicherheitskräfte gebeugt weggebracht.

Foto: chinesisches online Militär-Forum

Die tragische Nachricht der Selbstverbrennung eines tibetischen Mönchs in China wurde gleichzeitig auf verschiedenen Webseiten veröffentlicht. Das Bildmaterial zeigt, wie chinesische Sicherheitsbeamte mit einer Härte in Tibet vorgehen, die an die Kulturrevolution erinnert.

Am 1. Dezember wurde der 46 Jahre alte ehemalige tibetische Mönch Tenzin Phuntsok in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem er sich selbst in Brand gesteckt hatte. Es war der erste Fall einer Selbstverbrennung in der autonomen Region Tibet und der zwölfte Fall in China in diesem Jahr.

Laut „Radio Free Asia“ (RFA) steckte sich Phuntsok im Chamdo Gebiet in Tibet in Brand, um gegen die Inhaftierung von über 70 tibetischen Mönchen aus dem Karma Kloster zu protestieren.

Chinesische Beamte beschuldigten den Tempel Ende Oktober, eine Explosion in der Karma Stadtgemeinde verursacht zu haben und verhafteten mehr als 70 Mönche. Eine noch größere Anzahl musste in die Berge fliehen, schrieb laut RFA der Redakteur des „Tibet Bulletin“ Sang Jey Kep. Tenzin Phuntsok setzte sich selbst in Brand um gegen die strenge Kontrolle der chinesischen Regierung in den Tempeln und deren Umgebung zu protestieren, sagte Sang.

Weiter berichtete er, dass die Polizei das Feuer löschte und Tenzin Phuntsok ins Krankenhaus brachte. Sein momentaner Zustand sei jedoch ungewiss.

Seit März 2011 haben sich 12 tibetische Mönche und Nonnen selbst in Brand gesteckt, um gegen die reppresive Tibet-Politik Pekings zu protestieren. Mindestens sechs von ihnen starben daran.

In einem Interview mit „BBC Chinese“, sagte der Premierminister der Exilregierung Tibets, Lobsang Sangay, dass die Selbstverbrennungen die Verzweiflung der Tibeter unter der kommunistischen Herrschaft Chinas widerspiegelt. Das chinesische Regime zwingt die tibetischen Mönche unter anderem dazu, den Dalai Lama zu kritisieren, sagte Sangay.

Das chinesische Regime beschuldigt den Dalai Lama die Selbstverbrennungen zu unterstützen. Sangay hingegen verneint dies und sagt, dass sowohl der Dalai Lama als auch die tibetische Exilregierung die Selbstverbrennungen ablehnen.

Unterdrückung wie in der Kulturrevolution

Seit den Protesten im März 2008 steht die Region unter schweren Sicherheitsmaßnahmen und Journalisten ist es verboten nach Tibet zu reisen.

Seit dem 2. Dezember haben verschiedene Websites, darunter „Free Tibet“ und „Voice of Tibet“, Bilder veröffentlicht, die sehr an Aufnahmen aus der Kulturrevolution erinnern. Die Fotos zeigen tibetische Mönche, die Schilder mit deren Namen und der beschuldigten Verbrechen, wie „Separatist“ oder „Vorbereiter eines Angriffs auf staatliche Institutionen“, tragen.

Als Quelle wurde nur backchina.com angegeben, was auf ein chinesisches Militär-Forum hinweist. Die tibetische Aktivistin Woeser datiert die Fotos entweder auf das Jahr 2011 oder auf den März 2008 nach der Protest-Welle. Aufgrund der Landschaft und der Straßenschilder, stammen die Aufnahmen laut Woeser wahrscheinlich aus Ngaba in der Sichuan Provinz, wo sich acht tibetische Mönche und eine Nonne selbst in Brand gesteckt haben.

Laut Woeser starben zwischen März 2008 und dem 17. Oktober 2011 in Ngaba 34 Tibeter entweder durch Selbstverbrennung oder durch Folter der chinesischen Sicherheitskräfte. 300 Mönche aus dem Kirti Kloster in Ngaba wurden nach den Protetsten im März 2008 inhaftiert. Weitere 619 wurden verhaftet und 108 verurteilt.

Schlagworte

Webnews einstellen
 
Anzeige
Anzeige
Werbung