Markus Porth und Douglas Locke bei Shen Yun in FrankfurtFoto: Florian Godovits

Künstler von Shen Yun „sind unglaublich präsent“

Von 21. März 2014 Aktualisiert: 21. März 2014 19:41

FRANKFURT a. M. – Am Sonntagabend gab SHEN YUN auf seiner Europatournee in der Frankfurter Jahrhunderthalle die diesjährige Deutschlandpremiere. Das weltweit beste Tanztheater für klassischen chinesischen Tanz hat es sich zur Mission gemacht, Chinas traditionelle Kultur wiederzubeleben. Das machte den Zuschauer Markus Porth sehr nachdenklich.

Er sagte: „In China gibt es eine Situation, die hier schwer fällt zu verstehen. Es wurde toll umgesetzt. Diese Künstler müssen auch die Kultur und die Geschichte aufrechterhalten, was sie in ihrem Land nicht dürfen, das ist schrecklich. Für die Chinesen, denke ich, ist das sehr schrecklich. Das war eine andere Welt. Ich fand die Präsenz unglaublich, die Künstler sind wirklich präsent.“

Douglas Locke war gemeinsam mit Markus Porth gekommen. Er war auch begeistert von dem „Stück, wunderbar, toll gemacht, von der Choreografie her, den Bühnenbildern, Ideen, und auch dass auch die Thematik sehr, sehr gut rübergebracht und vermittelt wurde.“

Haben Sie mit China zu tun?

Douglas Locke: „Ich bin Verkaufsleiter und Ausbilder in einem großen Möbelhaus. Das Asiatische interessiert mich immer sehr und die Kultur, besonders die alte chinesische Kultur hat mich schon immer begeistert. Wir haben auch Möbel, die aus dem asiatischen Bereich kommen, weil wir international sind und ein sehr großes Möbelhaus. Ich interessiere mich schon seit meiner Jugend für China, habe Tai Chi gelernt und mache Qi Gong, ich gehe auch zu einer Heilpraktikerin, die TCM in China studiert hat. Es ist schon sehr interessant. Es hat mir sehr gut gefallen.“

Markus Porth:  „Ich habe Interesse an Kunst und Kultur, seitdem ich denken kann. Ich habe aber mit der chinesischen Kultur wenig Kontakt. Ich arbeite in einer großen Behörde in Wiesbaden und kümmere mich um Umweltschutz. Also fachlich etwas ganz anderes. Aber ich hab’s mit Musik. Ich komme aus dem Jazz, also eine ganz andere Richtung, aber was mir sehr gut gefällt ist die handgemachte Musik, dieses zweisaitige Instrument. Meine Tochter spielt Geige.“

Werden Sie diese Show weiter empfehlen?

Markus Porth: „Auf jeden Fall. Die kommen ja wieder mit anderen Teilen aus der chinesischen Geschichte nächstes Jahr.“

Was würden Sie sagen, wenn Sie es weiter empfehlen?

Markus Porth: „Erst einmal ist es eine ganz tolle Show. Das mit dem Lotus war klasse gemacht, mit dem Mädchen. Dann dieser tolle Tanz, den man zum Teil auch in den Martial-Arts Filmen sieht, die wegfliegenden Figuren, da hab ich jetzt gerade eine Idee, wo das herkommen könnte, aus der Mythologie. Ich war einmal in Asien, da gab es im Bus immer die ganzen Kung-Fu Filme mit den fliegenden Personen, jetzt weiß ich, wo das herkommt: Das kommt von den Göttern, die sie in den Religionen kennen, die auch fliegen können, da kommt es wahrscheinlich her.“

Porth sagte weiter: „Ich würd es schon weiter empfehlen, werde aber auch den Leuten sagen: Macht euch erst einmal schlau, damit sie verstehen, was in China passiert, sonst versteht man die Sache mit der toten Mutter nicht, weil man nicht weiß, was für eine Gewalt von der Regierung ausgeht und was da passiert.“

Douglas Locke: „Ich würde sagen, es war ein toller Abend, aber auch sehr sozialkritisch, viele Hinweise, die auf den Zustand in China hinweisen, aber auch wachrütteln. Das ist aber sehr, sehr gut, dass man auch die andere Seite sieht. Man muss nicht nur immer die eine Seite, sondern auch die andere Seite sehen. Deswegen bin ich auch total begeistert, wie sie das umgesetzt haben.“

In einer Shen Yun-Aufführung lernt das Publikum Chinas wahre Kultur kennen: Wahrhaftigkeit, Güte und Toleranz werden betont, und Schönheit ist ein zentrales Thema. „Die Menschen leben in Harmonie, bleiben aber dennoch unterschiedlich“, sagte Konfuzius – und meinte damit ein selbstbestimmtes und vielgestaltiges Zusammenleben, das genaue Gegenteil von Kommunismus und Gleichschaltung.

Reporter Florian Godovits

Die Epoch Times hält Shen Yun Performing Arts für das bedeutende kulturelle Ereignis unserer Zeit. Wir haben von den Publikumsreaktionen auf Shen Yun seit seiner Gründung im Jahr 2006 berichtet.

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