280 Polizisten suchten 13-Jährige: Doch war Entführung vorgetäuscht – Mädchen will vom Vater Lösegeld erpressen

Epoch Times28. April 2019 Aktualisiert: 28. April 2019 14:24
Ein 24-Stunden-Großeinsatz versetzte 280 Polizisten in Alarmbereitschaft. Ein Mädchen wollte mit ihrem Freund vom Vater Lösegeld erpressen - eine vorgetäuschte Entführung in Berlin.

Es war ein angeblicher Menschenraub. Hunderte Polizisten waren am Wochenende in Berlin im Einsatz, gesucht wurde eine vorgeblich entführte syrische 13-Jährige. Kurze Zeit wurde sogar ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Schlussendlich stellte sich heraus, dass die Entführung nur vorgetäuscht war.

Das 13-jährige Mädchen und ihr 18-jähriger Bekannter hatten die Fake-Entführung geplant. Die beiden wollten Lösegeld vom Vater des Mädchens erpressen. Die geforderte Summe sollte vom 18-Jährigen entgegengenommen werden. Dieser gab sich als Entführer aus und hatte auch Kontakt mit dem Vater aufgenommen.

Entführung nur vorgetäuscht

Früh erkannten die eingesetzten Beamten der 2. Mordkommission des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Berlin, dass es sich um eine vorgetäuschte Entführung handeln müsse. Man hatte schnell das Mädchen und den 18-Jährigen im Visier.

Der „Tagesspiegel“ schreibt: „In der Nacht zum Samstag wurde das Pärchen dann gegen 0.15 Uhr von einem Suchtrupp auf offener Straße in Schöneberg aufgegriffen. Das Mädchen übergaben die Beamten umgehend dem Jugendamt des Bezirks, der junge Mann wurde vorläufig festgenommen.“

Vater als Opfer der eigenen Tochter

Ein Ermittlungsverfahren wurde bereits eingeleitet. Der Vater wurde eindeutig als Opfer identifiziert. Er habe am Donnerstagabend die Polizei alarmiert, dass seine Tochter entführt wurde und die Kidnapper bereits Kontakt mit ihm aufgenommen haben bzw. ein Lösegeld forderten. Die beiden Teenager haben die Tat wohl intensiv geplant.

Der Tagesspiegel weiter: „Nach Angaben der Polizei haben das Mädchen, dessen 18-jähriger Bekannter und der Vater die syrische Staatsangehörigkeit.“ Weitere Details wollte die Polizei mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht preisgeben. (cs)

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