Bayern: Vermisste Personen nach Hausexplosion tot gefunden – Explosionsursache vermutlich Flüssiggasleck

Epoch Times20. Mai 2019 Aktualisiert: 20. Mai 2019 18:18
Nach der Explosion in einem Wohnhaus im Ostallgäu haben Bergungskräfte zwei Leichen entdeckt. Bei einer Person handelt es sich dabei um den vermissten 42-jährigen Familienvater, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten am Montag.

Nach der Explosion in einem Wohnhaus im Ostallgäu haben Bergungskräfte zwei Leichen geborgen. Vermutlich handelt es sich um den vermissten 42 Jahre alten Familienvater und seine sieben Jahre alte Tochter, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten am Montag mit. Ursache des Unglücks war vermutlich ein Leck in einer Flüssiggasleitung.

Die Flüssiggasleitung befindet sich laut Polizei zwar auf dem Grundstück des zerstörten Hauses, das Haus selbst sei aber nicht daran angebunden gewesen. Nach der Freilegung der Leitung stehe fest, dass diese beschädigt war und vermutlich über einen längeren Zeitraum Flüssiggas austrat. Wie die Beschädigung verursacht wurde und wie das Flüssiggas in das Haus gelangte, sei noch nicht abschließend geklärt.

Durch die Detonation war das Dach des dreistöckigen Wohnhauses am Sonntag bis auf das Erdgeschoss herunter gestürzt. Zum Zeitpunkt der Explosion am Vormittag waren laut Polizei drei Bewohner anwesend.

Eine 39-jährige Frau konnte am Sonntagmittag als einzige Überlebende schwer verletzt von Rettungskräften geborgen werden. Es handelt sich laut Polizei um die Ehefrau des 42-Jährigen und die Mutter des getöteten Mädchens. Die zwei Söhne des Ehepaars befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion ebenso wie die Bewohnerin einer Einliegerwohnung nicht im Haus.

Insgesamt 15 Anwohner mussten die umliegenden Häuser verlassen. Ein benachbartes Haus wurde schwer und ein weiteres leicht beschädigt. Mehrere geparkte Fahrzeuge wurden zerstört. Zur Ermittlung der Unglücksursache holte sich die Kriminalpolizei Kempten Unterstützung von einem Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts, der am Montag mit am Unglücksort arbeiten sollte. (afp)

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