Berüchtigte Landesunterkunft Boostedt: Leise rieselt das Verbrechen – Prozessbeginn um Messer-Attacke

Von 8. April 2019 Aktualisiert: 9. April 2019 8:30
Schweigen, Verbergen und jede Menge Verbrechen - Die Landesunterkunft Boostedt zeigt die ganze Bandbreite der Folgen einer verfehlten Migrationspolitik.

Nur die zu Hilfe eilenden Zeugen konnten den Angreifer vor weiteren Attacken gegen die Frau abhalten, schilderte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft den Umstand, dass die Frau wohl überhaupt überlebte.

Der Täter, ein 35-jährige Iraner, steht ab kommendem Mittwoch, 10. April, vor dem Landgericht in Kiel, um sich für seine Taten zu verantworten.

Alles begann mit einem aus dem Iran geflüchteten Pärchen. Doch sobald sie in Deutschland ankamen, soll es nach Informationen der Ermittler immer wieder zu Streitereien zwischen den beiden gekommen sein, bis die Frau sich schließlich von dem Mann trennte. Sie konnte erreichen, dass sie in getrennten Unterkünften untergebracht wurden.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Kiel empand der Iraner die Trennung als „erhebliche Ehrkränkung“. Er war der Frau auch vor, „sich anderen Männern zuzuwenden“.

Ein mörderischer Besuch

Am 14. September 2018 kam der Iraner maskiert und mit einem Messer bewaffnet in die Landesunterkunft in Boostedt, um nach seiner Ex-Freundin zu suchen: „Ich bringe dich um!“, rief er, als er die Frau vor einem Gebäude entdeckte und versuchte ihr in den Rücken zu stechen. Zweimal stach er zu, traf sie, ohne sie zu verletzen.

Der dritte Stich traf die Frau lebensgefährlich oberhalb des linken Schulterblattes in die linke Lunge, die kollabierte. Die Klinge brach sogar bei der Attacke ab, berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Während die Klinge offenbar im Körper der Frau stecken blieb, fiel der Griff zu Boden. Der Angreifer griff danach und versuchte die Frau nun mit dem Messergriff weiter zu verletzen, was hinzueilende Zeugen verhindern konnten. Polizisten verhafteten den 35-Jährigen schließlich, während sich ein Rettungsteam der Frau annahm.

Verschweigen während offener Gespräche

Der Vorfall ereignete sich in einem Klima von allgemeiner Kriminalität in dem kleinen Ort, verursacht durch die hier untergebrachten Migranten.

Während die neueste Messerattacke vom 14. September noch verschwiegen wurde, traf sich Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Abend des 19. September 2018 mit den Bürgern von Boostedt in der dortigen Sporthalle zu einer Einwohnerversammlung, die nach Meinung von Teilnehmern in einer „Märchenstunde“ endete und „Weiter so“-Parolen.

Mangelnder Respekt

Bürgermeister Hartmut König (CDU) zeigte sich generell von den Migranten enttäuscht.

Meine menschliche Grundeinstellung, hier als Bürgermeister in Boostedt, wird im Moment untergraben.“

(Hartmut König, Bürgermeister von Boostedt)

Die Flüchtlinge, die anfangs gekommen seien, „die Menschen aus dem Krieg, aus Syrien, oder die Frauen aus Afghanistan, die dort im Gefängnis saßen und über ihre Misshandlungen und Vergewaltigungen berichteten“, die gebe es hier kaum noch. Zudem zeige ihr Verhalten, „dass es mit dem Miteinander nicht funktioniert. Für mich hat das ganz viel mit fehlendem Respekt zu tun“, so der Bürgermeister.

Die Kriminalität in dem kleinen Ort mit 4.600 Einwohnern und 2.000 Migranten stieg von 2015 bis 2018 um das Zehnfache an.

Doch Respektmangel scheint es auch von oben herab zu geben. Während der Innenminister noch auf der Einwohnerversammlung Durchhalteparolen von sich gab, war den Sicherheitsbehörden die Messerattacke längst bekannt. Doch der Fall wurde wohl geheim gehalten. Erst am nächsten Tag, am 20. September, musste Oberstaatsanwalt Axel Bieler den Fall auf Pressenachfrage bestätigen.

Warum man nicht informiert habe? Weil es sich um eine „reine Beziehungstat“ gehandelt habe und es auch „keine Nachfragen“ gegeben habe. Selbst Bürgermeister König, erfuhr nichts davon, wie er auf Nachfrage den „Kieler Nachrichten“ bestätigte.

Die verschwiegene Kriminalität von Boostedt

Das Schweigen von Boostedt ging weiter: Zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 wurden 64 Straftaten in Boostedt offiziell registriert, in 23 Fällen sollen Migranten tatverdächtig sein. Vor allem sollen Diebstähle begangen worden sein, meist in drei Supermärkten.

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[Siehe: Statistik, „Kieler Nachrichten“]

Doch dass war nur die Spitze des Eisberges, der unter der Oberfläche der offiziellen Zahlen schlummerte.

Was von Polizei und Innenministerium verheimlicht wurde, waren die im gleichen Zeitraum in der Landesunterkunft (LUK) in Boostedt verübten 117 Straftaten, darunter Körperverletzungen (teils mit Waffen), Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Diebstähle, Unterschlagungen, eine Vergewaltigung im Januar, ein sexueller Missbrauch eines neunjährigen Mädchens im Februar.

Verstöße wegen unerlaubten Aufenthalts wurden dabei gar nicht erst berücksichtigt worden.

Selbst Bürgermeister Hartmut König (CDU) war wohl von der Wucht der verschwiegenen Zahlen in der Einrichtung überrascht. Der Rathauschef wurde lediglich über den Missbrauchsvorfall gegen die 9-Jährige im Februar informiert, über sonst nichts.

Das Innenministerium findet die Informierung des Bürgermeisters oder der Öffentlichkeit offenbar generell nicht so wichtig, empfindet eine „aktive Pressearbeit“ zu Anzeigen oder Verdachtsfällen als „unverantwortlich“, solange keine gesicherten Erkenntnisse vorlägen, so die „KN“. Man wolle doch keine Vorurteile schüren.