Capital Bra’s Rap-Statement gegen Erpresser: „Keine Angst vor Arabern“ – Clan-Kriminalität immer schlimmer

Der deutsche Rapper Capital Bra wird erpresst. Kriminelle Araber-Clans wollen kräftig an seinem Erfolg als Musiker teilhaben. Sie haben gefährliche Tschetschenen-Gruppen engagiert. Die Polizei nimmt den Fall sehr ernst, spricht von Lebensgefahr. Doch wie sieht es allgemein aus mit der Clan-Kriminalität und dem Organisierten Verbrechen in Deutschland?
Titelbild
Rapper Capital Bra wird von Araber-Clans erpresst.Foto: Screenshot Youtube/Team Kuku
Von 2. Dezember 2019

Lange Zeit wurde der Clan-Kriminalität zu wenig Beachtung geschenkt. Verborgen hinter dem Vorhang politisch korrekter Darstellung wurde die Herkunft der Täter oftmals als „irrelevant“ verschwiegen und linke Kampfbegriffe wie Racial Profiling, Diskriminierung und Rassismus taten ihr Übriges.

Die Kriminellen zogen ihren Vorteil aus der für sie günstigen politischen Lage und rekrutierten zudem fleißig aus den zahlreich ins Land gekommenen „Geflüchteten“. Mittlerweile brachten die neuen Einwanderer auch ihre eigenen kriminellen Strukturen nach Deutschland mit und konkurrieren immer mehr mit den alten kriminellen Gruppen.

„In der diesjährigen Ausgabe des Bundeslagebildes Organisierte Kriminalität (OK) finden erstmalig die Kriminalität von Mitgliedern ethnisch abgeschotteter Subkulturen (sog. Clankriminalität), die Beteiligung von tatverdächtigen Zuwanderern an der Organisierte Kriminalität sowie die Bezüge zwischen OK und Terrorismus/Politisch motivierter Kriminalität anhand statistisch valider Daten Berücksichtigung.“ (BKA, Bundeslagebild 2018, Org. Kriminalität)

Wie üblich bei Kriminalitätsstatistiken können die Behörden lediglich das sogenannte Hellfeld der bekannt gewordenen Straftaten darstellen, während das Dunkelfeld unberücksichtigt bleibt.

Clan-Erpresser gegen Rapper Capital Bra

Ein aktuell öffentlich bekannt gewordener Fall zeigt einen Wechsel vom Dunkelfeld ins Hellfeld.

Der in Russland (Sibirien) geborene deutsche Rapper Capital Bra, bürgerlich Vladislav Balovatsky, soll von Migranten-Clans erpresst werden, von Libanesen und Tschetschenen, von Leuten, die einst nach Deutschland kamen, um der Verfolgung in ihrer Heimat zu entkommen.

Es geht um mindestens 500.000 Euro und Beteiligungen an zukünftigen Einnahmen aus dem Musikgeschäft des Rappers, der nach „Bild“-Angaben bei der Polizei Angaben zu einer Bedrohungslage gemacht habe. Die Sicherheitsbehörden gehen von Lebensgefahr für den Musiker aus, der sich seit Wochen aus dem öffentlichen Leben stark zurückgezogen hat.

Es werde wegen räuberischer Erpressung zum Nachteil des Musikers ermittelt, heißt es von der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, „weitere Einzelheiten“ könnten derzeit jedoch nicht veröffentlicht werden.

Der Rapper ging inzwischen nicht nur zur Polizei, sondern machte den Fall auch musikalisch mit einem Statement nach seiner Art bekannt, „damit ganz Deutschland hört, was ich zu sagen habe“ und mutmaßlich, um sich damit eine Lebensversicherung aufzubauen.

Der „Tagesspiegel“ berichtet nach „Bild“-Angaben von Verwicklungen des Musikers mit den arabischen Clans El-Zein und Miri. Offenbar wurde von den Clans Tschetschen-Gruppen engagiert. Zudem sollen die Clan-Mitglieder einen weiteren mächtigen Clan kontaktiert haben, die Remmos.

Capital Bra zieht indes keine etwaigen Schulden bei Clans in Betracht. Auf Instagram schrieb er:

Es gibt ein paar Leute, die sagen, die bekommen noch Geld von mir. (…) Ich sage Euch: Ihr bekommt nicht einen einzigen Cent von mir. Ich habe mich bei jedem gerade gemacht, ich schulde keinem was.“

(Capital Bra)

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Clan-Kriminalität bereits bei 10 Prozent

Rund zehn Prozent der 535 OK-Gruppen (Organisierte Kriminalität) sind laut BKA „ethnisch abgeschottete Subkulturen“ und Clan-Kriminalität. Sie erwirtschafteten im letzten Jahr 28 Millionen Euro – soweit bekannt – und hinterließen einen Schaden von 17 Millionen Euro.

2018 zählte das BKA in Bund und Ländern 45 Verfahren (8,4 Prozent der OK-Verfahren) gegen Clans im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität, in NRW (22), Bayern (7), Berlin (5), dem Saarland (4), BW und Niedersachsen (je 3) und Bremen (1). In 24 Fällen handelte es sich um Araber-Clans, in acht Fällen um Leute aus dem Westbalkan, drei Verfahren mit türkischen Gruppen, ein Verfahren mit Maghreb-Gruppen, in neun Fällen handelte es sich um andere Gruppierungen.

Von den Nationalitäten her gesehen waren mit Abstand die Libanesen (11) ganz vorn vertreten. Auf Platz 2 und noch vor den Türken (4), Albanern (3), Serben (3) und Syrern (3) kamen „deutsche Staatsbürger“ (8).

Die „deutschen“ Clan-Mitglieder

Die 654 Tatverdächtigen in diesen Fällen von Clan-Kriminalität hatten neben der syrischen (54) und der türkischen (52) Staatsangehörigkeit hauptsächlich die libanesische (152) und die deutsche (148) Staatsangehörigkeit. In einer Fußnote merkte das BKA jedoch an, dass die „deutschen Tatverdächtigen“ teilweise einen arabischstämmigen Migrationshintergrund hätten „z. B. libanesisch, kurdisch, Mhallamiye“.

Auch bei der rockerähnlichen Gruppierung „Osmanen Germania“ fällt dieser „deutsche“ Hintergrund dahingehend auf, dass herkömmliche Deutsche eher nicht in muslimisch geprägten Familien-Strukturen auftreten. In den zwei OK-Verfahren 2018 waren 68 Mitglieder der „Osmanen Germania“ verwickelt, von denen 29 die türkische und 26 die deutsche Staatsangehörigkeit haben, zudem drei Serben.

Generell wurden im vergangenen Jahr 2.023 Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit verzeichnet, was 31,2 Prozent aller Tatverdächtigen der Organisierten Kriminalität (6.348) ausmachte. Bei 12,1 Prozent davon lag eine „abweichende Geburtsstaatsangehörigkeit“ vor: türkisch (70), russisch (63), iranisch (15), polnisch (14), irakisch (10) und weitere.

2018 wurden 2.023 Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit verzeichnet, was 31,2 Prozent aller Organisierter Kriminellen ausmachte. Bei 12,1 Prozent davon lag eine „abweichende Gebursstaatsangehörigkeit“ vor: türkisch (70), russisch (63), iranisch (15), polnisch (14), irakisch (10) und weitere.

Man muss ihnen das Geld wegnehmen

Die Berliner Polizei sei sehr engagiert im Kampf gegen die Clan-Kriminalität, sagt Clan-Experte und Chefreporter der „Berliner Morgenpost“ Michael Behrendt (50). In seinem neuen Buch „Die Arabische Gefahr – wie kriminelle Familienclans unsere Sicherheit bedrohen“ spricht er darüber. Im Interview mit „Der Westen“ sprach Behrendt etwas an, dass beständig das Engagement der Polizeibeamten untergräbt: Frust.

Aber es ist natürlich viel Frust dabei, wenn ein Clan-Mitglied zum x-tenmal auffällig wird und wenig später wieder im dicken Auto durch Berlin fährt. Oder bei alltäglichen Rechtsbrüchen, etwa Parken in der zweiten Reihe, Bedrohungskulissen gegen Polizisten entstehen.“

(Michael Behrendt, Journalist und Autor)

Um das Clan-Problem zu lösen, müsse man ihnen das Geld wegnehmen, ist sich Behrendt sicher. Doch wenn die Polizei bei einem Clan-Mitglied Geld fände, müsse sie erst beweisen, dass dies aus kriminellen Geschäften kommt. „Berlins Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra sagte mir im Gespräch, die Beweislastumkehr wäre bahnbrechend hilfreich.“ Auch die Nadelstich-Taktik in NRW findet der Experte gut, doch müsse man dazu personell und logistisch entsprechend aufgestellt sein.

Organisierte Kriminalität in Deutschland

Doch nicht nur die Araber-Clans gehören zur Organisierten Kriminalität, sondern auch italienische und russisch-eurasische Mafiagruppen, unter die auch die Tschetschenen fallen, Rocker- und rockerähnliche Gruppierungen, sowie die Westbalkan-Clans.

Das Bundeskriminalamt warnt: 2018 hat sich der Schaden durch Organisierte Kriminalität (OK) gegenüber dem Vorjahr auf 691 Millionen Euro verdreifacht (2017: 209 Mio. Euro) – ohne Folgekosten. Bereits 2016 gab es einen gewaltigen Sprung nach vorn, der 2017 offenbar abgefedert werden konnte, um 2018 erneut an Intensität zuzunehmen.

Bekannt gewordene Schäden durch Organisierte Kriminalität 2015-2018. Quelle: BKA

Das wohl erfolgreichste Betätigungsfeld der Organisierten Kriminalität war 2018 das Drogengeschäft. Hier wurden 256 Millionen Euro oder rund 38 Prozent der Gesamteinnahmen von 675 Millionen Euro erwirtschaftet, soweit bekannt. Ähnlich gut verdiente die OK bei der Steuer- und Zoll-Kriminalität (248 Millionen Euro, 37 Prozent). Auch bei den Eigentumsdelikten (11 Prozent) wurden 72 Millionen Euro abgesahnt.

Das sind die dem BKA bekannten Zahlen, die aus dem „Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2018“ hervorgehen und in ihrer Größenordnung nicht abschließend „für das tatsächliche Bedrohungs- und Schadenspotenzial angesehen werden“ können, heißt es.

Tatverdächtige Bandenmitglieder

Dabei hatte die Zahl der Tatverdächtigen in der OK-Gruppe von 2017 auf 2018 sogar um rund 20 Prozent abgenommen. Umso intensiver „arbeitete“ offenbar der verbliebene Teil der 6.483 Tatverdächtigen (2018) mit seinen rund 90 Staatsangehörigkeiten.

68,8 Prozent oder 4.460 der Tatverdächtigen waren 2018 nichtdeutscher Herkunft.

Dieser Teil wurde angeführt von 714 Türken, die von den Gesamttatverdächtigen 11,0 Prozent ausmachten. Auf den Plätzen zwei und drei der Liste der Organisierten Kriminellen lagen 404 polnische Tatverdächtige (6,2 %) und 244 Albaner (3,8 %), gefolgt von 210 Italienern (3,2 %), 196 Bulgaren (3 %), 182 Kosovaren (2,8 %), 179 Rumänen (2,8 %), 178 Libanesen (2,7 %) und 146 Litauern (2,3 %).

Unklar war die Staatszugehörigkeit von 2,5 Prozent der Tatverdächtigen.

 



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