Ermittlungserfolg: Mutmaßliche osteuropäische Tabak-Diebesbande nach Raub aus Hauptzollamt Berlin geschnappt

Epoch Times18. Juni 2020 Aktualisiert: 18. Juni 2020 15:54
Nach dem Einbruch in die Asservatenhalle des Hauptzollamtes Berlin Ende Januar vollstreckt die Zollfahndung Berlin- Brandenburg acht Haftbefehle und 27 Durchsuchungsbeschlüsse gegen eine mutmaßliche osteuropäische Diebesbande.

Gestern haben über 300 Ermittler der Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg, München, Hannover, Frankfurt/Main sowie der Hauptzollämter München und Berlin sowie des Landeskriminalamtes Berlin im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin bundesweit acht Haftbefehle und 27 Durchsuchungsbeschlüsse wegen schweren Bandendiebstahls und gewerbsmäßiger Steuerhehlerei vollstreckt. An dem Einsatz waren Spezialkräfte des Zolls (ZUZ, OEZ) und der Landespolizei Brandenburg (SEK) beteiligt.

Durch Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg hat sich der dringende Verdacht ergeben, dass die heute verhafteten acht Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 53 Jahren zwischen dem 23. und dem 26.Januar 2020 an dem Einbruch in die Asservatenhalle des Hauptzollamtes Berlin beteiligt waren und dort u. a. 5,2 Millionen Stück unversteuerte Zigaretten und 8,6 Tonnen unversteuerten Wasserpfeifentabak erbeutet haben.

Mit der Aufklärung der Tat beauftragte die Staatsanwaltschaft eine Ermittlungskommission des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg. Durch Erkenntnisse des Zollfahndungsamtes München und der Staatsanwaltschaft Landshut aus einem Ermittlungskomplex wegen Hehlerei kamen die Beamten den Tatverdächtigen auf die Spur. Sie haben daraufhin am 1. April 2020 in Zusammenarbeit mit Verdeckten Ermittlern des Landeskriminalamtes Berlin ein Scheinkaufgeschäft mit der mutmaßlichen Tätergruppe durchgeführt, bei dem die Zollfahnder 8,5 Tonnen Wasserpfeifentabak sicherstellen konnten.

Von einer Festnahme der mutmaßlichen Verkäufer wurde im Hinblick auf die beabsichtigte Ergreifung der Hintermänner, die verschiedenen Bereichen der Organisierten Kriminalität zuzurechnen sind, zunächst abgesehen. Gegen die zum Teil strafrechtlich erheblich vorbelasteten osteuropäischen Tatverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehle erwirkt, die heute vollstreckt werden konnten.

Bei den Durchsuchungen konnte neben zahlreichen Mobiltelefonen und Datenträgern auch drei Kilogramm reinstes Crystal Meth (Methamphetamin) sichergestellt werden. Allein für das Rauschgift ist von einem Straßenverkaufswert von mindestens 250.000 Euro auszugehen.

Des Weiteren wurden 100.0000 Euro Bargeld, zwei PKW und ein Motorrad beschlagnahmt. Arrestbeschlüsse in Höhe von insgesamt 980.000 Euro werden derzeit vollstreckt. Die acht festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich derzeit in Berlin, Bayern, Niedersachsen und Hessen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an. (er)

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