Familiendrama in Rot am See: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Nach dem Familiendrama mit sechs Toten in Rot am See wurde gegen den 26-Jährigen Haftbefehl erlassen. Zu seinem Motiv äußerten sich die Ermittler nicht.
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Die Polizeiabsperrung vor dem Gasthaus "Deutscher Kaiser" am 24. Januar 2020 in Rot am See.Foto: Thomas Niedermueller/Getty Images
Epoch Times26. Januar 2020

Nach dem Familiendrama mit sechs Toten in Rot am See in Baden-Württemberg sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Der Ermittlungsrichter erließ am Samstag Haftbefehl gegen den 26-Jährigen wegen sechsfachen Mordes und versuchten Mordes in zwei Fällen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann soll am Freitag seine Eltern, seine Stiefgeschwister, eine Tante und einen Onkel erschossen haben. Zu seinem Motiv äußerten sich die Ermittler nicht.

Der mutmaßliche Täter hatte am Freitagmittag nach der Tat selbst die Polizei gerufen. Er wurde vor Ort festgenommen. Die Ermittler fanden in und um eine Gaststätte in der kleinen Gemeinde im Nordosten Baden-Württembergs drei Frauen im Alter von 36, 56 und 62 Jahren sowie drei Männer im Alter von 36, 65 und 69 Jahren tot auf. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der 26-Jährige soll zudem zwei Jugendliche im Alter von zwölf und 14 Jahren bedroht haben.

Der mutmaßliche Täter soll mit einer halbautomatischen Pistole geschossen haben, für die er als Sportschütze einen Waffenschein besaß. Strafrechtlich trat er laut Polizei bislang noch nicht in Erscheinung.

Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ machte der Tatverdächtige vor dem Ermittlungsrichter auch Angaben zu der Tat. Die Behörden äußerten sich dazu aber am Wochenende zunächst nicht.

Für Aufregung sorgte am Samstag in Rot am See ein weiterer Großeinsatz der Polizei, nachdem ein Mann Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben hatte. Weil die Polizei zunächst von einer Bedrohungslage mit einem bewaffneten Täter ausging, nahm Beamten eines Spezialeinsatzkommandos den 38-Jährigen in seiner Wohnung fest. Er wurde laut Polizei in eine Klinik gebracht, weil er sich „offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand“ befand.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Polizisten Schreckschuss- und Druckluftwaffen. Einen Zusammenhang mit dem sechsfachen Mord am Freitag schlossen die Ermittler aus. (afp)



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