Zwei Französische Ex-Agenten wegen Spionage für Peking vor Gericht

Epoch Times6. Juli 2020 Aktualisiert: 6. Juli 2020 19:03

Wegen des Verdachts auf Spionage für China stehen zwei frühere französische Geheimdienstagenten vor Gericht. Der Prozess vor einem Pariser Schwurgericht begann am Montag. Er findet auf Antrag der Generalanwaltschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Den beiden früheren Mitarbeitern des französischen Auslandsgeheimdienstes Direction générale de la sécurité extérieure (DGSE) drohen jeweils 15 Jahre Haft. Der 73-jährige Henri M. und der 69-jährige Pierre-Marie H. sollen nach Medienberichten vertrauliche Informationen an Peking weitergegeben haben. Die Frau von H. steht wegen möglicher Beihilfe vor Gericht.

Die Anklage wirft den beiden Hauptangeklagten „Spionage für eine ausländische Macht“ und die „Verletzung grundlegender Interessen“ Frankreichs vor. Henri H. war ab 1997 offizieller Vertreter des französischen Auslands-Geheimdienstes in Peking, wurde jedoch kurze Zeit später wegen einer Liebesbeziehung zu einer chinesischen Übersetzerin abberufen. Pierre-Marie H. wurde nach einem Treffen mit einem chinesischen Kontakt am Flughafen Zürich festgenommen, weil er größere Mengen Bargeld bei sich hatte.

Beide Männer wurden erst Ende 2017 festgenommen, der Spionage-Vorwurf wurde im Mai 2018 bekannt. Ein Experte erklärt dies mit „Sicherheitslücken“ beim französischen Geheimdienst. (afp)

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