Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun. Berlin, 19. November 2020. Symbolbild.Foto: Filip Singer - Pool/Getty Images

Früherer Wirecard-Chef Braun bleibt in Haft

Epoch Times15. Dezember 2021 Aktualisiert: 15. Dezember 2021 13:00

Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun bleibt in Untersuchungshaft. Das ordnete das Oberlandesgericht München an, wie es am Mittwoch mitteilte.

Braun und zwei Ex-Vorstände waren im Juli 2020 festgenommen worden. Wirecard hatte Ende Juni Insolvenz 2020 angemeldet. Der Zahlungsdienstleister soll jahrelang seine Bilanzen gefälscht haben. Insgesamt 1,9 Milliarden Euro, die auf Treuhandkonten in Asien liegen sollten, sind nicht auffindbar.

Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Braun, einer der Hauptverantwortlichen für „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“ zu sein, bei dem die Wirecard-Chefetage über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht haben soll, um das Unternehmen über Wasser zu halten und Kredite zu erschwindeln.

Braun hatte sich im Mai über seinen Kommunikationsberater in der „Zeit“ geäußert. Er will von dem milliardenschweren Betrug erst aus den Akten der Ermittler erfahren haben. Die Verantwortung schob er auf seinen früheren Geschäftspartner Jan Marsalek. Das frühere Geschäftsführungsmitglied Marsalek ist auf der Flucht und wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. (afp/dl)



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