Aus Protest gegen die Räumung des Wagencamps «Köpi-Platz» in Berlin sind am Freitagabend in Hamburg nach Polizeiangaben etwa 500 Demonstranten aus der linksautonomen Szene auf die Straße gegangen.Foto: Jonas Walzberg/dpa/dpa

Gewaltbeladene Demo gegen Räumung von Wagencamp in Berlin

Epoch Times16. Oktober 2021 Aktualisiert: 16. Oktober 2021 7:08
Bengalofeuer und knallende Böller: In Hamburg sind 500 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Räumung des Wagencamps "Köpi-Platz" in Berlin zu demonstrieren. Die Polizei war vorbereitet.

Aus Protest gegen die Räumung des Wagencamps „Köpi-Platz“ in Berlin sind am Freitagabend in Hamburg nach Polizeiangaben etwa 500 Demonstranten aus der linksautonomen Szene auf die Straße gegangen.

Begleitet von Bengalofeuer und knallenden Böllern drehten sie von der Roten Flora im Schanzenviertel aus eine Runde und kehrten nach kurzer Zeit zu dem linksautonomen Zentrum zurück, wo sie von Feuerwerk empfangen wurden. Aus der Flora gab es Lautsprecherdurchsagen wie: „Heute haben wir das faschistische Gesicht des Staates und des Kapitalismus gesehen.“

Die Polizei hatte sich mit einem starken Aufgebot an Einsatzkräften auf die Demonstration in Hamburg vorbereitet und auch Wasserwerfer im Schanzenviertel postiert. Wie viele Beamte im Einsatz waren, wollte der Sprecher nicht sagen. Ein dpa-Reporter sprach von mehreren Hundertschaften der Bereitschaftspolizei.

In Berlin waren bei der Räumung des Wagencamps am Freitag bis zu 2000 Polizisten im Einsatz. Das Camp auf einem Gelände an der Köpenicker Straße im Bezirk Mitte gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linken Szene in der Stadt. Auf dem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück neben einem 1990 besetzten Haus am ehemaligen Mauerstreifen wohnen rund 40 Menschen in Bauwagen.

Der Grundstückseigentümer hatte mit Hinweis auf eine Baugenehmigung im Juni erfolgreich auf Räumung geklagt. Einen Eilantrag der Bewohner zum Stopp der Zwangsvollstreckung wies das Berliner Kammergericht am Mittwoch ab. (dpa/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion