Tragödie bei Blumenfest in Kolumbien – Zwei Soldaten stürzen bei Flugshow in den Tod

Epoch Times12. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 10:41
Tausende Zuschauer verfolgten das Unglück am Himmel. Während des jährlich stattfindenden Blumenfestivals in Medellin riss plötzlich das Seil des Hubschraubers, an dem zwei Soldaten die kolumbianische Flagge halten.

Zwei Soldaten der kolumbianischen Luftwaffe sind am Sonntag bei einer Flugschau in der nordwestlichen Stadt Medellín ums Leben gekommen.

Der Unfall ereignete sich auf dem Flughafen Olaya Herrera im Rahmen des jährlich stattfindenden Blumenfestes. Die Luftwaffenmitglieder Jesus Mosquera und Sebastian Gamboa hingen an einem Seil unterhalb des Hubschraubers, an dem die kolumbianische Flagge befestigt war.

Nachdem sie den Tausenden Zuschauern zugewunken hatten, riss plötzlich das Seil. Die beiden Männer stürzten, eingewickelt in die kolumbianische Flagge, in die Tiefe.

Zuschauer sind betroffen

Wie „Blick“ informierte, schilderte der vor Ort lebende Oliver Häberlin, der ein Konzert in Medellin gab, die Situation wie folgt:

Zu diesem Zeitpunkt waren Tausende Menschen auf der Strasse, man hatte freie Sicht auf den Himmel. Das muss ein sehr traumatischer Anblick gewesen sein.“

Nach dem Unfall sei die Stimmung bedrückt gewesen. Die Menschen seien erschüttert gewesen. Es flossen auch Tränen. Kolumbiens Verteidigungsminister ordnete eine Untersuchung an. Der Flughafen wurde nach dem Unglück vorübergehend geschlossen.

Twitter-Stimmen zum Flugspektakel

Auf Twitter kritisierte ein Mann die Aktion:

Das ist schrecklich. Ich war bei der Parade und fragte meine Frau (aus Medellin), warum sie in Gottes Namen Menschen als Gewicht für eine Flagge haben wollten. Sie meinte, das wäre normal. Ich dachte wirklich, es wäre das Dümmste, was ich je gesehen habe.“

Andere Ländern würden die Fahnen mit Gewichten beschweren.

Ein anderer Twitter-User sah dies ebenso. Nach seiner Auffassung hätte „diese Tragödie auf dem Blumenfestival in Medellin vermieden werden können“. Man habe das Leben dieser Unteroffiziere der Luftwaffe aufs Spiel gesetzt. Er bezeichnete die Aktion als „vollkommen fahrlässig“.


(afp/sua)

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