Lebenslange Haft für Tötung von Max-Planck-Forscherin auf Kreta

Epoch Times13. Oktober 2020 Aktualisiert: 13. Oktober 2020 21:33

Wegen der Vergewaltigung und Tötung einer US-Forscherin des Dresdner Max-Planck-Instituts ist ein Mann auf Kreta zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Rethymno befand den 28-Jährigen am Dienstag des Mordes an der Biologin Suzanne Eaton schuldig. Im Verhör hatte er nach Angaben eines Polizisten ausgesagt, er sei bei der Tat „von Dämonen besessen“ gewesen.

Die Leiche der Biologin war rund eine Woche nach ihrem Verschwinden im Juli 2019 von Höhlenforschern in einem verlassenen Weltkriegs-Bunker in der Nähe der Stadt Chania gefunden worden. Ihr Tod löste große Bestürzung aus.

Am Tag ihres Verschwindens war Eaton zum Joggen aufgebrochen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Bauer die 59-Jährige auf einer Landstraße mit seinem Auto zweimal angefahren, in den Kofferraum gestoßen und sie zu einem entlegenen Höhlensystem gebracht, den die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg als Bunker nutzten. Dort soll er sie vergewaltigt und durch eine Lüftungsöffnung in den Bunker geworfen haben. Eaton starb nach Angaben eines Gerichtsmediziners durch Ersticken.

Vor Gericht berichtete ein Polizist, der Täter habe zunächst alles abgestritten, nach sechsstündigem Verhör aber gestanden. Er habe ausgesagt, auf Befehl von Dämonen gehandelt zu haben, die von ihm Besitz ergriffen hätten.

Die aus den USA stammende Biologin hatte unter anderem eine Forschungsgruppe am Dresdner Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik geleitet. Sie war zu einer Konferenz nach Chania gereist.

Eine Anwältin der Nebenklage beschrieb Eaton als Biologin von „Weltrang“, die im Kampf gegen die derzeitige Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag hätte leisten können. Sie hoffe für die Angehörigen der Toten auf eine gerechte Strafe für den mutmaßlichen Täter, sagte Vasso Pantazi vor der Anhörung. (afp)

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