Mordfall Mia aus Kandel: Mörder von Mia tot in Zelle gefunden

Epoch Times10. Oktober 2019 Aktualisiert: 10. Oktober 2019 12:52
Der Mörder von Mia V. aus Kandel hat offenbar in seiner Zelle Selbstmord begangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der rechtskräftig verurteilte Mörder der 15-jährigen Mia aus dem rheinland-pfälzischen Kandel ist tot in seiner Zelle gefunden worden. Derzeit gebe es keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung, teilten die Polizei in Ludwigshafen und die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Donnerstag mit.

Der mutmaßlich aus Afghanistan stammende Flüchtling war im September vergangenen Jahres zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt – er hatte Mia im Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt in Kandel mit einem Messer erstochen.

Mord löste Protestwelle aus

Bereits der Mordfall Maria L. (19) im Oktober 2016 veränderte Deutschland grundlegend. Ein Jahr später wurde dann die Kandeler Schülerin Mia V. in einem Drogeriemarkt in Kandel ermordet. Maria und Mia wurden von einem eingewanderten mutmaßlichen Afghanen ermordet. Dies löste eine bundesweite Protestwelle aus.

Nach der Urteilsverkündung im September 2018 durch das Landgericht Landau in der Pfalz kam es erneut zu Protesten. Das Gericht sprach den angeklagten des Mordes und der Körperverletzung schuldig. Er erhielt eine sogenannte Einheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten, während Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert hatten.

Mörder von Mia V. machte falsche Altersangabe

Der Angeklagte behauptete zur Tatzeit 15 Jahre alt zu sein. Ein ärztliches Gutachten kam zu dem Schluss, dass er wahrscheinlich 20, höchstens 21 Jahre alt sei. Jedoch wurde vom Gericht das im Gutachten angegebene Mindestalter von 17,5 Jahren offiziell angenommen, wodurch es zu einem Prozess nach Jugendstrafrecht kam und die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen werden konnte. (afp/er)

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