Nach „Aktenzeichen XY … ungelöst“: 150 neue Hinweise zum Fall Rebecca

Epoch Times7. März 2019 Aktualisiert: 7. März 2019 13:09
Mehr als zwei Wochen ist Rebecca nun verschwunden. Alle Suchaktionen waren vergebens. Doch vielleicht hatte sie das Haus niemals verlassen - zumindest nicht lebend.

+++ UPDATE +++ Im Fall der vermissten Rebecca hat ein Fahndungsaufruf der Polizei im Fernsehen zu einer Flut von Hinweisen geführt. Bisher seien rund 150 neue Hinweise bei der zuständigen Mordkommission eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin. Diese würden jetzt alle abgearbeitet – das werde eine Zeit lang dauern. +++

„Der Verdacht gegen den Schwager hat sich erhärtet“, erklärte Michael Hoffmann, Kriminalhauptkommissar und Leiter der 3. Mordkommission der Bundeshauptstadt, gestern Abend im Studio des ZDF während der Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“.

Die Polizei geht fest von einem Tötungsdelikt aus.“

(Chefermittler Hoffmann)

Wie die „Bild“ berichtet, wurde in der Sendung zudem bekannt, dass die Ermittler davon ausgehen, dass Rebecca das Haus des Schwagers und ihrer Schwester Jessica nicht eigenständig verlassen habe. Rückschlüsse darauf ergaben sich durch einen Datenkontakt zwischen Rebeccas Handy und dem WLAN-Router des Hauses.

Mysteriöse Autofahrten

Nachdem Rebeccas Schwester Jessica gegen 7 Uhr am Morgen des 18. Februar das Einfamilienhaus am Maurerweg in Berlin-Neukölln auf dem Weg zur Arbeit verließ, war ihre kleine Schwester allein mit dem Schwager Florian R. im Haus. Der 27-Jährige war erst am frühen Morgen gegen 5.45 Uhr von einer Firmenfeier nach Hause gekommen.

Zudem wurde der himbeerrote Renault Twingo von Florian R. an jenem 18. Februar gegen 10.47 Uhr vom automatischen Kennzeichenerfassungssystem KESY auf der Autobahn A12 Berlin in Richtung Frankfurt/Oder (polnische Grenze?) in Ostbrandenburg erfasst. Das System notierte den Twingo nochmals am späten Abend des 19. Februar, gegen 22.39 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte nur Florian R. Zugriff zu dem Fahrzeug.

Die Fahrten passen überhaupt nicht zu der Version, die er bisher erzählt hat.“

(Chefermittler Hoffmann)

Doch zu all dem schweigt Florian R., der in Untersuchungshaft sitzt, auch zu den Haaren des Mädchens im Kofferraum des Wagens und den Stofffasern der ebenfalls verschwundenen pinkfarbenen Fleece-Decke.

Erneuter Zeugenaufruf der Polizei

Angesichts dieser Entwicklung bittet die Polizei Berlin erneut um Hinweise aus der Bevölkerung und fragt:

  • Wer hat das Auto des Tatverdächtigen am Vormittag des 18. Februar 2019 und/oder in den Nachtstunden vom 19. zum 20. Februar gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Aufenthaltsorten des Tatverdächtigen zu diesen Zeiten machen?
  • Wer kennt den Tatverdächtigen und kann Bezugspunkte von ihm benennen, die zwischen Berlin und Frankfurt/Oder liegen?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der abgebildeten Fleecedecke (Größe ca. 150 × 200 cm) machen, die seit der Tat aus dem Haushalt des Tatverdächtigen fehlt?

Hinweisetelefon: 030 / 4664  -911333

Außerdem können Hinweise bei der 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin oder jeder anderen Polizeidienststelle oder per E-Mail unter [email protected] eingereicht werden. (sm)


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