Notruf in Leipzig wegen brennender Mülltonnen: Bis zu 40 Angreifer erwarteten die Einsatzkräfte

Einen Tag nach dem Brandanschlag auf das Fahrzeug einer Immobilienfirma in Leipzig wurde die Polizei im Stadtteil Connewitz von einer großen Personengruppe angegriffen.
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Symbolbild.Foto: Istockphoto/gwflash
Von 1. März 2021

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, 28. Februar, wurden im Leipziger Stadtteil Connewitz Polizeibeamte mutmaßlich in einen Hinterhalt gelockt und von einer großen Gruppe von Personen angegriffen.

Unbekannte hatten zuvor mehrere Mülltonnen im Bereich des Herderparks angezündet, worauf die Polizei um 1:13 Uhr alarmiert wurde. Als verständigte Polizeibeamte am Ort eintrafen wurde deren Streifenwagen von einer Gruppe, bestehend aus etwa 30 bis 40 Personen, mit Flaschen beworfen. Anschließend flüchteten die Angreifer in unterschiedliche Richtungen.

„Polizeibeamte wurden nicht verletzt“, erklärte Polizeisprecherin Therese Leverenz. Ein Streifenwagen wurde demnach beschädigt, der Sachschaden sei noch nicht bezifferbar. Der Polizeieinsatz war gegen 1:30 Uhr beendet.

Die Leipziger Polizei nahm Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs auf. Ein politisches Motiv sei nicht ausgeschlossen, weshalb die Übernahme des Falls durch das Landeskriminalamt geprüft werde.

Am Tag zuvor kam es in Leipzig zu einem Brandanschlag auf ein Fahrzeug einer Immobilienfirma. In einem Bekennerschreiben wurde ein Bezug zu bevorstehenden Aktionen der Behörden in Berlin gegen das linksextremistische Szeneobjekt „Rigaer94“ gezogen und eine „letzte Warnung“ ausgesprochen: „(…) zwingt uns nicht, nach Berlin kommen zu müssen. (…) Wenn ihr die Rigaer anrührt, brennt die Stadt!“

Leipzig-Connewitz: „Kiezmiliz“ statt Polizei

Der Leipziger Stadtteil-Connewitz, rund drei Kilometer südlich des Leipziger Stadtzentrums, gilt als Zentrum der linksextremen Szene in der Stadt. Der Vorfall ereignete sich an der Wolfgang-Heinze-Straße, westlich vom Herderpark. Einem Bericht der „Zeit“ zufolge bildet die Straße zusammen mit der Bornaischen Straße und der Meusdorfer Straße das sogenannte „Bermuda-Dreieck“,  das hauptsächliche Gebiet der Autonomen in Connewitz.

Im Sächsischen Verfassungsschutzbericht 2019 heißt es: „In Leipzig beanspruchen Teile der Szene jedoch nicht nur einzelne Häuser oder Plätze für sich. Vielmehr verstehen Linksextremisten den ganzen Stadtteil Connewitz als ‚ihr‘ Viertel.“ Der Landesverfassungsschutz verweist in seinen Ausführungen auch auf eine Darstellung der Connewitz-Szene durch anonyme Autoren auf der linksextremen Plattform „Indymedia“:

Die Synthese eines von staatlicher Kontrolle befreiten Raumes mit den kämpfenden Kollektiven und Individuen, die darin wohnen, und der Selbstorganisation des Lebens birgt die Möglichkeit sich von der kapitalistischen Ausbeutungslogik zu befreien und den Staat zu zersetzen. Aus dieser Verbindung können sich neue revolutionäre Keimzellen bilden, aus denen befreiende Gesellschaftsmodelle entstehen können. (…)“.

Auch in Connewitz verfolgt die linksextreme Szene laut „Indymedia“ ein ähnliches Konzept: „Es ist der Versuch einen Raum zu gestalten, in den die Bullen sich nicht hinein trauen. Oder es zumindest schwerer haben sich dort ungefährdet zu bewegen, weil ein großer Teil der BewohnerInnen ihnen feindlich gesinnt ist. Sie sollen keine ruhige Minute im Viertel haben, weil sie sich der ständigen Gefahr angegriffen zu werden bewusst sind.“

Dem Verfassungsschutzbericht 2019 nach beanspruchen einige Szeneangehörige, die sich teils auch als „Kiezmiliz“ bezeichnen würden, für das gesamte Viertel zu sprechen und dieses „sauber“ zu halten.



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