Perspektivlos und ohne Wohnung: Autofahrer überfährt Radfahrer, um im Gefängnis unterzukommen

Epoch Times13. Juni 2019 Aktualisiert: 13. Juni 2019 10:11

Nach einem Zusammenstoß zwischen einem Auto- und einem Radfahrer in Dötlingen in Niedersachsen steht der Verdacht eines versuchten Mordes im Raum.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei vom Mittwochabend soll der Autofahrer den Radfahrer mit Absicht überfahren haben.

Er gab demnach an, „dass er ohne festen Wohnsitz und perspektivlos ist und durch die Tat eine Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt bewirken wollte.“

Wie die Beamten in Oldenburg und Delmenhorst mitteilten, wurde der 48-jährige Radfahrer bei dem Geschehen am Dienstag schwer verletzt.

Gezielte Attacke

Der Unfallverursacher selbst erlitt leichtere Verletzungen und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die Auswertung der Spuren am Unfallort deuteten dann darauf hin, dass es sich um eine gezielte Attacke gehandelt haben könnte. Der Autofahrer wurde festgenommen.

Demnach lenkte er seinen Wagen auf einer Verbindungsstraße zwischen zwei Ortsteilen der ländlichen Gemeinde plötzlich nach links über die Gegenfahrbahn und erfasste dort den Radfahrer, der gerader auf dem Radweg neben der Straße unterwegs war.

Nach einer Nacht im Krankenhaus wurde der aus Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen stammende Autofahrer am Mittwoch einer Haftrichterin vorgeführt.

Diese erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes. In einer Vernehmung gestand der Verdächtige demnach die Tat und äußerte sich über sein mutmaßliches Motiv. (afp)

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