Prozess in Assen/NL vertagt: Angeklagter bricht zusammen – Deutsche Studentin Leonore P. ermordet

Epoch Times14. Juni 2019 Aktualisiert: 14. Juni 2019 19:01
Sie zog in eine neue WG ein, deren vorheriger Bewohner noch nicht ausgezogen waren. Kurz darauf war sie tot.

„Noch immer fassungslos und völlig außerstande, der Sinnlosigkeit einen Namen zu geben, trauern wir um unsere plötzlich, durch fremde hand, aus dem Leben gerissene, über alles geliebte Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte und Cousine …“, so stand es im Herbst 2018 in einer Trauer-Anzeige in einer Zeitung in Sachsen.

3. September 2018, Emmen

Die an der NHL Stenden University in Emmen, in den Niederlanden, studierende deutsche Studentin Leonore Claudia Prothmann aus Weißwasser starb im jungen Alter von nur 20 Jahren, als sie versuchte, einen Mitbewohner (20) vor dem Selbstmord mit einem Messer zu bewahren und anfing zu schreien. Er drückte ihr die Hand auf den Mund, um sie zum schweigen zu bringen und stach ihr mit dem Messer in den Nacken. Dann legte er sie aufs Bett und drückte ein Kissen in ihr Gesicht, bis sie sich nicht mehr rührte. Dann, gegen 5.30 Uhr, wählte er selbst den Notruf, gab an, eine Freundin getötet zu haben, schreibt „Dagblad van het Noorden“ (DVHN).

Die junge Frau wurde am Morgen des 3. September 2018 in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, konnte jedoch nicht gerettet werden. Die Tat ereignete sich in einer Wohnung an der Hoofstraad in Emmen.

Leonores Mutter machte sich Sorgen, als sie ihre Tochter nicht erreichen konnte. Gegen 14 Uhr rief dann die Polizei an und sagte, das Leonore tot sei.

Prozess vertagt auf 27. Juni

Der Prozess gegen den in Italien lebenden simbabwisch-italienischen Staatsbürger Michael N. sollte am Freitag, 14. Juni, in Assen weiter gehen, sein Urteil finden, wurde jedoch vertagt.

Das Gericht bekam gegen 11 Uhr einen Anruf von Mitarbeitern des Justiztransports, weil sich der Angeklagte unwohl fühlte. Die Situation soll sich dann derart verschlechtert haben, dass er wiederbelebt werden musste.

Michael N. leidet seit der Mordnacht unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und sitzt mit Querschnittslähmung seit einem Gefängnissturz im Rollstuhl.

Die Sitzung wurde auf Donnerstag, 27. Juni, vertagt.

„Tag24“ hatte mit dem Vater des getöteten Mädchens in Weißwasser, Sachsen, gesprochen: „Er hätte eigentlich gar nicht mehr da sein sollen“, so Rico Prothmann (51).

Leonore hatte das Zimmer in der WG am Freitag von ihrem Freund übernommen, dessen Mitbewohner Michael wollte eigentlich auch ausziehen. Am Montag war sie tot.“

(Rico Prothmann)

Michael N. ging in Simbabwes Hauptstadt Harare auf eine internationale Eliteschule, wuchs mit westlichen Normen und Werten auf. Sein Vater arbeitete lange Zeit in der italienischen Botschaft in Simbabwe. (sm)

 

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