Mit diesem Plakat sucht die Familie von Rebecca nach dem Mädchen.Foto: Screenshot

Rebecca (15), vermisst in Berlin: Vater Reusch glaubt an Entführung – Ist die Polizei auf einer falschen Fährte?

Von 7. März 2019 Aktualisiert: 7. März 2019 14:44
Alle Indizien sprechen gegen Florian R., den Schwager der vermissten Rebecca Reusch (15) aus Berlin-Britz. Doch die Familie ist sich sicher, dass dieser nichts mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun hat. Um der Polizei eine neue Richtung zu geben, müsste er allerdings sein Schweigen brechen und damit eine andere Sache offenlegen, die er offenbar nicht offenlegen möchte.

Im Fall der vermissten Berliner Schülerin Rebecca Reusch (15) sprach „Bild“ nun mit der 23-jährigen Schwester des Mädchens. Vivien hatte mehrfach über das Internet private Suchaktionen gestartet, während Schwager Florian (27), Ehemann der ältesten Schwester Jessica, in Untersuchungshaft sitzt und schweigt.

Wie Vivien im Gespräch mit dem Blatt schilderte, hätten Jessica und Rebecca am Vorabend ihres Verschwindens Pizza bestellt und das Computerspiel „Sims“ gespielt. Auch hätten sie nach einem Wohnwagen für den Urlaub gesucht. Rebecca sei ganz normal gewesen, habe mit ihrer kleinen Nichte (2) getanzt, so die 23-Jährige.

Nachdem die Mordkommission uns die Indizien präsentierte, sagte der Ermittler: ‚Was wollen Sie denn noch alles hören, bis Sie glauben, dass er schuldig ist?‘ Die hatten von Anfang an nur einen Schuldigen.“

(Vivien, 23, Rebeccas Schwester)

Doch das Schweigen des einzigen Tatverdächtigen, Florian R., weist nicht auf dessen Unschuld hin.

Bernd Reusch glaubt: Rebecca wurde entführt

Auch Rebeccas Vater, Bernd Reusch (52), kann die Ungewissheit um das Schweigen von Florian nicht mehr ertragen. „Bild“ gegenüber sagte er: „Ich habe mit Florian gesprochen. Ich fragte ihn, ob er weiß, wie ich mich fühle. Ich vermisse meine Tochter.“

Bernd Reusch vermutet, dass Florians Mutter dem 27-Jährigen geraten habe, zu schweigen. Er bat seinen Schwiegersohn: „Bitte rede endlich!“

Etwas Schlimmeres als Mord gibt es doch nicht. Florian, bitte brich dein Schweigen und erzähle endlich alles! (…) Egal was er am Morgen getan hat. Es kommt doch sowieso alles ans Licht.“

(Bernd Reusch, Rebeccas Vater)

Der Fliesenlegermeister hofft indes, dass der Fall noch eine gute Wendung nimmt und hofft: „Sie lebt. Sie ist verschleppt worden. Sie befindet sich in irgendeinem Keller, einem leerstehenden Haus.“

Sie ist irgendwo eingesperrt und kommt nicht an ihr Handy. Ich bitte jeden die Augen offen zu halten, in Häuser, Keller und Wohnwagen zu schauen, wie das Mädchen, das jetzt befreit werden konnte. Was ist das nur für eine Welt …“

Und die mysteriösen Autofahrten? „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf“, deutete Bernd Reusch gegenüber dem Sender „RTL“ über die Autofahrt an die polnische Grenze an.

Florian, rede einfach! Klär das, damit die ganze Suche in die andere Richtung geht, und zwar in die richtige. Wir müssen Becky finden!“

Erneuter Zeugenaufruf der Polizei

Angesichts dieser Entwicklung bittet die Polizei Berlin erneut um Hinweise aus der Bevölkerung und fragt:

  • Wer hat das Auto des Tatverdächtigen am Vormittag des 18. Februar 2019 und/oder in den Nachtstunden vom 19. zum 20. Februar gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Aufenthaltsorten des Tatverdächtigen zu diesen Zeiten machen?
  • Wer kennt den Tatverdächtigen und kann Bezugspunkte von ihm benennen, die zwischen Berlin und Frankfurt/Oder liegen?
  • Wer kann Angaben zum Verbleib der abgebildeten Fleecedecke (Größe ca. 150 × 200 cm) machen, die seit der Tat aus dem Haushalt des Tatverdächtigen fehlt?

Hinweisetelefon: 030 / 4664  -911333

Außerdem können Hinweise bei der 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30 in 10787 Berlin oder jeder anderen Polizeidienststelle oder per E-Mail unter [email protected] eingereicht werden. (sm)



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