Tödlicher Drogenrausch in Rostock: Mann verletzt Baby mit dem Messer – Balkonsturz nach Polizeizugriff

Epoch Times23. Juli 2019 Aktualisiert: 23. Juli 2019 15:58
Im Drogenrausch ging ein Mann mit dem Messer auf ein Baby los. Zuvor hatte er selbst noch die 110 gewählt.

Rostock, Samstag, 20. Juli: Zu einem schweren Polizeieinsatz kam es nachts im Stadtteil Dierkow. Nachdem in einer Wohnung massiv Drogen konsumiert wurden, rastete ein 40-Jähriger aus.

Nach aktuellem Kenntnisstand hat ein Mann in einem Mehrfamilienhaus gegen 23:50 Uhr zunächst einen Säugling mit einem Messer schwer verletzt.“

(Polizeibericht)

Die Attacke fand unter den Augen der jungen Mutter (18) und des 9-jährigen Sohnes des Mannes statt, der in dieser Nacht bei seiner Halbschwester übernachten durfte. Nach Angaben der Staatsanwältin war der 40-jährige Mann „wegen Drogenmissbrauchs bereits vorher auffällig geworden“ und mit der Mutter des in der Wohnung angetroffenen 18-jährigen Mädchens einst liiert. Mit dieser hatte der Mann auch den gemeinsamen Sohn.

Die 18-Jährige traf am Nachmittag zufällig auf den Ex-Freund ihrer Mutter, so die Staatsanwaltschaft. Dieser bat darum, noch mit in die Wohnung zu dürfen. Er gab an, mit seinem Sohn Playstation spielen zu wollen, worauf die 18-Jährige einging.

Augenscheinlich soll der Mann zu diesem Zeitpunkt noch völlig „clean“ gewirkt haben, woraus zu schließen ist, dass er erst in der Wohnung Drogen konsumierte.

Offenbar lief irgendetwas schief. Bald schon rief der Mann selbst den Notruf 110 an. Als dann die Polizei ankam, hielt er das Baby über den Balkon und drohte, es hinabzuwerfen. Polizisten und Nachbarn spannen unten bereits Decken auf, um im Fall der Fälle den Säugling aufzufangen.

Als die Einsatzkräfte schließlich die Wohnung stürmten, stach er laut „Bild“ im Wahn auf das Baby, ein 3-monatiges Mädchen. Die Beamten entrissen dem Mann das Baby. Dieser versuchte zu flüchten.

Die eingetroffenen Polizisten wollten den Mann daraufhin überwältigen. Dieser stieg über die Balkonbrüstung und konnte von einem Sturz nicht mehr abgehalten werden.“

(Polizeisprecher)

Ein Polizist konnte ihn noch an den Beinen packen, doch der Sturz war letztlich nicht mehr zu verhindern. Aus der 5. Etage, aus rund zehn Metern Höhe, stürzte der 40-Jährige hinab. Er verstarb noch an Ort und Stelle.

Das Baby jedoch konnte nach einer Notoperation in der Uniklinik Rostock überleben. Es soll in einem „stabilen Zustand“ sein, so Staatsanwältin Maureen Wiechmann gegenüber der „Bild“. Es erlitt Organverletzungen durch tiefe Messerwunden und einen Schädelbruch.

Die 18-Jährige und der Junge erlitten einen Schock.

Für die Leiche des Mannes wurde eine Obduktion angeordnet. Die Behörden wollen wissen, welche Drogen der Mann eingenommen hatte. (sm)

 

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