Autounfall (Symbolbild).Foto: Malte Christians/dpa/dpa

Tödlicher Unfall bei Fulda: Mitfahrer schwerverletzt liegen gelassen – Opfer stirbt in Klinik

Epoch Times25. November 2019 Aktualisiert: 25. November 2019 17:21
Nach einem Unfall wurde ein Mann schwer verletzt auf dem Feld sitzen gelassen. Die übrigen Fahrzeuginsassen machten sich aus dem Staub.

Samstagabend, 23. November, rund 15 Kilometer nordwestlich von Fulda in Osthessen: Gegen 20.25 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein, dass es einen schweren Unfall zwischen Großenlüder und Müs gegeben hatte.

… teilte eine namentlich bekannte Person über Notruf mit, dass ein Fahrzeug an obiger Örtlichkeit in der Wiese liegt und ein Stöhnen zu hören sei.“

(Polizeibericht)

Eine Funkstreife wurde zur Unfallstelle geschickt. Vor Ort fanden die Beamten einen Mann (28), schwerverletzt in der Wiese sitzend. Nicht weit Weg stand ein Pkw mit starken Unfallspuren.

Die schwer verletzte Person war offensichtlich in den Unfall verwickelt, jedoch aufgrund schwerster Verletzungen nicht ansprechbar und verstarb im Laufe der Nacht im Klinikum Fulda.“

(Polizeipräsidium Osthessen)

Zeugen sprechen von mehreren Insassen

Nachdem weitere Zeugen befragt wurden, ergab sich der Verdacht, dass weitere Personen in dem Unfallfahrzeug gesessen haben mussten.

Aus noch unbekannter Ursache kam das Auto von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach und kam auf der angrenzenden Wiese zum Stehen. Mehrere Personen verließen daraufhin das Fahrzeug und flüchteten zu Fuß von der Unfallstelle in Richtung Bad Salzschlirf.

Den Schwerstverletzten ließen sie laut Polizeiangaben hilflos am Unfallort zurück.

Mutmaßlicher Fahrer ermittelt – Festnahme

Die Ermittlungen führten schließlich zu einem mutmaßlichen Fahrzeuginsassen, der festgenommen wurde, und zur Schwester des Unfallopfers. Nach Angaben der „Offenbach Post“ bestätigte sich die Annahme, dass die Schwester in den Unfall verwickelt war, nicht. Allerdings verwickelte sie sich über den Verlauf des Abends in Widersprüche.

Der Festgenommene soll der Freund der Schwester sein. Diese war nach dem Unfall zum Unfallort gefahren, vermutlich in Begleitung ihres Freundes, dem man unter anderem unterlassene Hilfeleistung vorwirft. Zudem soll ein Anfangsverdacht wegen Tötung durch Unterlassung bestehen.

Der Mann selbst gibt an, während des Unfalls im Fahrzeug hinten gesessen zu sein. Bei ihm wurde über ein Promille Atemalkohol festgestellt.

Den Untersuchungen nach muss der Tote hinten links gesessen haben und wurde vermutlich während des Unfalls durch die linke Seitentür auf die Wiese geschleudert. (sm)

 

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