Video: Friedlicher Trauermarsch in Worms für ermordete Cynthia (21) – Buh-Rufe für OB Kissel (SPD) – Täter Ahmet T. (22) war polizeibekannt

Epoch Times9. März 2019 Aktualisiert: 10. März 2019 10:37
Eine 21-Jährige war in der Nacht zum Mittwoch in ihrem Elternhaus in Worms getötet worden. Ihr 22 Jahre alter Freund sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Am Samstagabend wollen Bürger auf die Straße gehen und einen Trauermarsch in Worms veranstalten.

Mehr als zehn Mal stach Ahmet T., der 22-jährige Tunesier und Freund der 21-jährigen Altenpflegerin Cynthia R. aus Worms mit dem Küchenmesser zu, bevor die junge Frau starb.

Am Samstagabend, 9. März, 20 Uhr, versammelten sich Bürger in Worms zu einem Trauermarsch für die ermordete junge Frau. Rund 500 Trauernde trafen sich nach Angaben der „Wormser Zeitung“ am Netto-Parkplatz an der Mainzer Straße. Der Trauerzug führte dann durch das Nordend bis zu dem Haus, in dem die 21-Jährige mit ihren Eltern wohnte. Hier legten viele der Menschen Rosen nieder und stellten brennende Trauerkerzen auf.

Spenden für eine würdige Beerdigung

Sissy und Christiane Köcher, zwei Freundinnen der Familie wollten ihnen zeigen, „dass sie nicht alleine sind“. Sie hatten zu dem Marsch aufgerufen und baten um Spenden für die Hinterbliebenen, damit sie für eine würdige Beerdigung sorgen können. Dazu wurde u.a. am Ausgangspunkt des Marsches ein runder Tisch aufgestellt, an dem Rosen und Kerzen gegen eine Spende ausgegeben wurden. Alle Einnahmen und Spenden des Abends sollen an die Familie der ermordeten jungen Frau gehen.

Man bat auch darum, dass keinerlei politische Äußerungen abgegeben oder Trauerreden gehalten würden. Daran hielten sich auch Oberbürgermeister Kissel (SPD) und Bürgermeister Kosubek (CDU).

Das Gedenken soll besinnlich und friedlich ablaufen.“

(Sissy und Christiane Köcher)

Und so war es dann auch: Wie die Zeitung betonte, verlief der Marsch „absolut friedlich und sehr ruhig“. Die Polizei war mit uniformierten und zivilen Einsatzkräften vor Ort und begleitete die trauernden Menschen.

Ganz zu Beginn des Marsches hatte Organisatorin Christiane Köcher die Teilnehmer kurz begrüßt und auch OB Kissel namentlich genannt, worauf dieser einige Buh-Rufe über sich ergehen lassen musste.

Ahmet T., 22, polizeibekannt

Der wegen Drogen, Körperverletzung, Bedrohung, Diebstahl und Nötigung polizeibekannte abgelehnte Asylbewerber sollte eigentlich abgeschoben werden, lebte aber mit einer Duldung weiter im Land, so die „Bild“.

Auch beim Haftrichter zeigte er sich gewaltbereit, randalierte, weshalb eine psychologische Untersuchung angeordnet wurde. Ob Ahmet T. damit auf Unzurechnungsfähigkeit spekuliert, wird sich noch zeigen müssen.

Krimineller Tunesier war untergetaucht

Der Mann kam im Oktober 2017 nach Deutschland. Hier benutzte er mehrere Identitäten. Gemeldet war er in der Erstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe. Am Montag, 4. März, wurde er von der Ausländerbehörde mit Haftbefehl gesucht, war zur Festnahme ausgeschrieben, war jedoch untergetaucht.

Am Mittwoch, 6. März, tötete er die 21-jährige Cynthia R. in ihrer elterlichen Wohnung in Worms.

Morddrohungen gegen OB Kissel

Das schreckliche Verbrechen sorgte für große Aufregung in der Region. Auch der SPD-Oberbürgermeister von Worms, Michael Kissel, zeigte seine Anteilnahme in einem Facebook-Post und meinte, dass er verstehe, dass jetzt die Emotionen hochkochen würden. Für sein Statement bekam der Rathauschef Morddrohungen, muss von der Polizei nun geschützt werden.

Viele Wormser hat der gewaltsame Tod einer jungen Frau zutiefst erschüttert. (…) Was soll man sagen, wenn eine junge Frau auf so abscheuliche Weise aus dem Leben gerissen wird? Kein Wort der Welt kann den Schmerz der Familie ausdrücken, kein Wort der Welt kann diesen Schmerz nehmen.  (…)“

(Michael Kissel, Oberbürgermeister von Worms)

(sm)

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