Monokel-Kobra (Symbolbild).Foto: istockphoto/Kwhisky

Update Herne: Noch keine Entwarnung! Monokel-Kobra immer noch unterwegs – Video zum Biss-Verlauf

Epoch Times27. August 2019 Aktualisiert: 28. August 2019 10:32
Auf der Suche nach der entflohenen Monokel-Kobra in Herne kann keine Entwarnung gegeben werden.

+++ Update +++

Die im nordrhein-westfälischen Herne entwischte Giftschlange ist auch am Mittwoch noch verschwunden. Es gebe keine neuen Hinweise, sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Einsatzkräfte gehen weiter davon aus, dass das Tier noch im Mehrfamilienhaus ist.

Bei der Suche setzt die Stadt jetzt auf eine Fachfirma. Wie die Spezialisten genau vorgehen, werde im Laufe des Tages bekannt gegeben, sagte die Sprecherin. Die Experten seien in ähnlichen Fällen bereits tätig gewesen, hieß es.

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Die entflohene Monokel-Kobra aus dem Mehrfamilienhaus an der Bruchstraße in Herne-Holthausen soll rund 1,5 Meter lang sein. Ihr Gift kann tödlich wirken. Ein Schlangenspezialist sagte der „Bild“:

Auf einer Gift-Skala von eins bis zehn würde ich das Tier zwischen acht und neun einordnen. Ein Biss ist lebensgefährlich.“

(Roland Byner, Schlangenexperte)

Anwohner vermuten, dass die Schlange Patryk S. gehöre. Der 22-Jährige hält rund 20 Schlangen in seiner 42-Quadratmeter-Wohnung, züchtet und verkauft sie nach eigenen Angaben. Die entflohene Kobra soll aber nicht von ihm sein, behauptet er und klagt, man wolle ihm die Kosten für den Großeinsatz aufbürden.

Am Montag entdeckte man eine Schlangenhaut im Keller des Hauses. Da der Schlangenhalter angab, dass ihm keine Schlange fehle, hoffte man, dass die Kobra zurück ins Terrarium gekehrt sei. Ein DNA-Abgleich mit den Tieren von Patryk S. sollte für Gewissheit sorgen. Die Stadt Herne gab heute Nachmittag das Untersuchungsergebnis bekannt.

Statement der Stadt Herne

Am Dienstagnachmittag, 27. August, 16 Uhr, gab Ordnungsdezernent Johannes Chudziak ein offizielles Statement der Stadt Herne zur Schlangensuche ab:

Unsere Hoffnung, dass sich unter den gestern sichergestellten Tieren die am Sonntag gesichtete Schlange befindet, hat sich zerschlagen.“

(Stadt Herne)

Man gehe nun weiterhin davon aus, dass eine Schlange unterwegs, mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin im Gebäude sei.

Die Sicherheitsmaßnahmen werden deswegen aufrecht erhalten:

  • die vier Gebäude bleiben verschlossen und regelmäßig auf Spuren kontrolliert
  • die Bevölkerung soll weiterhin aufmerksam und vorsichtig im Umfeld sein
  • hohes Gras oder dichter Bewuchs sind zu meiden, befestigte Wege zu nutzen

Lärm und Erschütterungen sollen nach Angaben des Stadtsprechers abschreckend auf das Tier wirken.

Sollten Sie die Schlange sehen, halten Sie sich fern und informieren Sie umgehend den Notruf 110 oder 112.“

Eine Spezialfirma soll sich am Mittwoch einen Überblick verschaffen und mit der Stadt das weitere Vorgehen besprechen.

Eine zeitliche Prognose für das Reduzieren der Sicherheitsmaßnahmen kann derzeit nicht gemacht werden. (sm)

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