Weltweit gibt es massiven Kindesmissbrauch in der Kirche.Foto: Charles McQuillan/Getty Images

US-Bischof tritt nach Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs zurück

Epoch Times7. September 2020 Aktualisiert: 7. September 2020 20:38

In den USA hat ein katholischer Bischof wegen Missbrauchsvorwürfen seinen Rücktritt eingereicht. Papst Franziskus akzeptierte das Rücktrittsgesuch von Bischof Michael Mulloy am Montag, wie der Vatikan erklärte. Das katholische Kirchenoberhaupt hatte den 66-Jährigen erst im Juni ernannt. Er sollte im Oktober sein Amt in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota antreten.

Mulloy hatte seinen Rücktritt eingereicht, nachdem in einem anderen Bundesstaat Ermittlungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in den 80er Jahren aufgenommen worden waren. Die Diözese Mulloys hatte Anfang August von den Anschuldigungen gegen den designierten Bischof erfahren und die Polizei informiert.

Franziskus hat den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch innerhalb der Kirche zu einer Priorität seines Pontifikats erklärt. Im Dezember schaffte er per Erlass die Praxis ab, dass sich die Kirche bei Fällen von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen auf Geheimhaltung beruft. Auch die Verbreitung von Kinderpornographie gilt nun im Kirchenrecht als schwerer Straftatbestand.

In Europa und den USA wurden seit der Jahrtausendwende massenhaft Fälle des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche bekannt. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion