Verstoß gegen Waffenrecht: US-Polizei nimmt Freund des Todesschützen von Ohio fest

Epoch Times13. August 2019 Aktualisiert: 13. August 2019 10:55
Ein Magazin mit Munition, kugelsichere Kleidung und ein Gewehrteil. Diese Dinge hatte der Freund des Todesschützen für diesen gekauft und aufbewahrt. Festgenommen wurde der Käufer nun, weil er beim Waffenkauf seinen Drogenkonsum verschwiegen hatte.

Rund eine Woche nach dem Schusswaffenangriff in Dayton mit neun Toten hat die US-Polizei einen Freund des mutmaßlichen Täters festgenommen. Dem  Festgenommenen wird  vorgeworfen, gegen das Waffenrecht verstoßen zu haben, wie der US-Bundesanwalt Benjamin Glassman am Montag mitteilte. Der 24-Jährige werde jedoch nicht beschuldigt, direkt an der Bluttat vom 4. August beteiligt gewesen zu sein.

Der Festgenommene hatte nach Angaben der Ermittler ein Gewehrteil, ein Magazin mit Munition und kugelsichere Kleidung für den Todesschützen von Dayton gekauft, der nach der Tat von der Polizei erschossen wurde. Diese Objekte lagerte der Festgenommene in seiner Wohnung. Sie wurden dann nach Angaben der Bundespolizei FBI vor etwa sechs bis acht Wochen von dem Dayton-Täter abgeholt.

Der 24-Jährige gab nach Angaben der Ermittler zu, die Objekte für den späteren Todesschützen erworben zu haben. Die gegen den Festgenommenen erhobenen Beschuldigungen beziehen sich jedoch nicht auf diese Käufe. Ihm wird vielmehr angelastet, beim Kauf einer für sich selbst erworbenen Pistole seinen Drogenkonsum absichtlich verschwiegen zu haben.

Es gebe keinen Beweis dafür, dass der 24-Jährige „absichtlich an der Planung des Schusswaffenangriffes teilgenommen hat“, sagte Glassman. Der Täter von Dayton im Bundesstaat Ohio hatte im Stadtzentrum neun Menschen erschossen, darunter seine eigene Schwester. Seine Motive sind weiterhin unklar. Laut FBI befasste sich der Täter mit „gewalttätigen Ideologien“. Nähere Angaben dazu machte die Bundespolizei jedoch nicht.

Kurz vor der Bluttat von Dayton hatte ein anderer Schütze in der texanischen Grenzstadt El Paso 22 Menschen getötet. Diese Tat hatte mutmaßlich einen rassistischen und ausländerfeindlichen Hintergrund. (afp/sua)

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