Zwei Iraner wegen Bombenanschlags im Jahr 2010 hingerichtet

Epoch Times14. Juli 2020 Aktualisiert: 14. Juli 2020 21:05
Wegen eines Bombenanschlags im Jahr 2010 sind am Dienstag im Iran zwei Menschen hingerichtet worden. Sie seien als Haupttäter des Attentats in der Stadt Mahabad zum Tode verurteilt worden, teilten die Justizbehörden mit.

Vergangene Woche war nach Angaben des iranischen Justizministeriums zudem ein Todesurteil gegen einen Ex-Mitarbeiter des iranischen Verteidigungsministeriums wegen Spionage für die USA vollstreckt worden. Teheran bestätigte außerdem Todesstrafen gegen drei Teilnehmer an den Protesten 2019.

„Die Todesstrafe wurde heute für die beiden Haupttäter des Bombenanschlags in der Stadt Mahabad vollstreckt“, hieß es in einer Erklärung der Justizbehörden der Provinz West-Aserbaidschan. Bei dem Anschlag 2010 an der nordwestlichen Grenze des Iran zum Irak und der Türkei waren zwölf Menschen getötet worden, 81 weitere wurden verletzt.

Die meisten Opfer in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Stadt waren Frauen und Kinder, die an einer Militärparade teilnahmen. Die beiden hingerichteten Iraner seien „Agenten terroristischer Gruppen, die mit ausländischen Geheimdiensten in Verbindung standen“, berichtete die offizielle Nachrichtenseite Misan Online. Die Identitäten der Verurteilten und die angeblich beteiligten Länder wurden nicht genannt.

Bereits in der vergangenen Woche war nach Angaben des iranischen Justizministeriums der Iraner Resa Asgari hingerichtet worden. Er soll Informationen über das iranische Raketenprogramm an den US-Geheimdienst CIA verkauft haben. Dafür sei er von einem Gericht zum Tode verurteilt worden.

Asgari arbeitete nach Angaben von Justizsprecher Gholamhossein Esmaili bis zu seinem Ruhestand vor rund vier Jahren für die Luft- und Raumfahrtabteilung des iranischen Verteidigungsministeriums. Er soll demnach viel Geld vom US-Geheimdienst für die Informationen bekommen haben, die er nach seinem Ruhestand geliefert haben soll.

Die iranische Justiz bestätigte am Dienstag außerdem drei weitere Todesurteile. Das Oberste Gericht wies die Berufung drei Verurteilten zurück, wie die Justizbehörden in Teheran mitteilten. Sie sollen an den im November 2019 begonnenen und teilweise gewaltsamen Protesten im Iran teilgenommen haben. Sie wurden nach Behördenangaben während eines „bewaffneten Überfalls“ festgenommen. Auf ihren Handys seien Beweise gefunden worden, dass sie zuvor Banken, Busse und öffentliche Gebäude in Brand gesetzt hatten. (afp/sua)

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