Menschen stehen um eine provisorische Gedenkstätte aus Blumen und Kerzen an der Stelle, an der am 2. August 2020 ein zwölfjähriges Mädchen in der Nähe einer Tankstelle in Botkyrka, südlich von Stockholm, erschossen wurde.Foto: ALI LORESTANI/TT NEWS AGENCY/AFP über Getty Images

Schweden: Zwölfjährige versehentlich durch mutmaßliche Bandenmitglieder erschossen

Epoch Times3. August 2020 Aktualisiert: 4. August 2020 11:50

Tödliche Schüsse auf eine Zwölfjährige haben in Schweden für Entsetzen gesorgt: Das Mädchen war Medienberichten zufolge am Wochenende vor einem Fast-Food-Restaurant in Stockholm aus einem fahrenden Auto heraus erschossen worden. Sie war demnach nur zufälliges Opfer der Schützen, die eigentlich auf zwei Mitglieder einer kriminellen Bande gezielt hatten. Der Vorfall fachte die Debatte über zunehmende Bandengewalt in Schweden weiter an.

Die Polizei leitete Mordermittlungen ein. Die Ermittler suchten zudem nach einem weißen Fahrzeugs, das am Tatort gesehen worden war. Justizminister Morgan Johansson äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur TT bestürzt und angewidert von der Tat und versprach „mehr Polizisten und härtere Strafen“.

Viele Menschen zeigten sich entsetzt. „So etwas darf nie wieder vorkommen. Das war ein zwölf Jahre altes Mädchen“, sagte die Passantin Christina Lundström, die wie zahlreiche andere Einwohner Stockholms im Gedenken an das Kind Blumen am Tatort niederlegte und Kerzen anzündete.

Angesichts einer Zunahme der Bandenkriminalität in den vergangenen Jahren hat die schwedische Regierung die Befugnisse der Polizei erweitert, Zeugenschutzprogramme ausgeweitet und die Strafen für Drogen- und Waffenkriminalität verschärft. Allein im ersten Halbjahr 2020 wurden nach Polizeiangaben in dem rund 10,3 Millionen Einwohner zählenden skandinavischen Land 20 Menschen bei 163 Schießereien getötet. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion