仁 (Ren) – Wohlwollen, Gutherzigkeit, Herzensgüte und Humanität

仁 (Ren) – Wohlwollen, Gutherzigkeit, Herzensgüte und Humanität

Epoch Times22. Dezember 2007 Aktualisiert: 28. November 2019 11:42
Die chinesischen Schriftzeichen sind der Schatz der Schätze der chinesischen Kultur. Die Chinesen sprechen von „Einheit von Himmel und Menschen", die sich auch in den chinesischen Schriftzeichen widerspiegelt.

仁 (ren) ist das chinesische Schriftzeichen für Gutherzigkeit, Wohlwollen, Herzensgüte sowie Humanität. Es ist ein aus zwei Komponenten zusammengesetztes Zeichen: Die linke Komponente亻symbolisiert den Menschen, wobei alle Schriftzeichen, die 亻beinhalten, vom Wortsinn her das Menschliche hinzufügen.

Demgegenüber stellt 二 (er) nicht nur eine Komponente des 仁 dar, sondern ist für sich genommen auch ein eigenständiges Schriftzeichen. 二 hat einerseits die Bedeutung von Erhabenheit, Edelmut oder edler Gesinnung, und zum anderen die Bedeutung vom Irdischen. In seiner Gesamtheit bedeutet das Zeichen 仁 die edle Gesinnung des Menschen als irdisches Wesen wider.

仁 ist die Kernlehre des Konfuzianismus, die in allen Bereichen vorkommt. Die Lehren des Konfuzius ermahnten die Menschen zu Tugenden wie Gutherzigkeit, Rechtschaffenheit, Anstand, Weisheit und Glauben.

Die Gutherzigkeit erachteten die damaligen Menschen daher als fast ebenso wichtig wie die Moral, denn die Gutherzigkeit beziehungsweise das Wohlwollen wurden als etwas Typisches für den Menschen gesehen.

Nicht nur die Gesellschaft sollte sich durch ein stets wohlwollendes Miteinander der Menschen verbessern, sondern auch die Politik durch eine möglichst humane Ausübung. So war man damals der Ansicht, dass nur ein moralischer und gleichzeitig auch gutherziger Mensch als Herrscher würdig sei.

Die bösen Götter weinten, weil die Menschen göttliche Schriftzeichen erhielten

Der Legende nach erfand der Beamte Cang Jie vor 4.000 Jahren die chinesischen Schriftzeichen. Im chinesischen Volk wird folgende Geschichte überliefert: „Cang Jie erfand die Schriftzeichen, dabei fielen Hirsekörner vom Himmel, und die bösen Geister weinten in der Nacht.“

Der Schriftsteller und Maler Zhang Yanyuan erklärte in der Tang-Dynastie (618-907) die obige Überlieferung wie folgt: Der Himmel könne seine Geheimnisse den Menschen gegenüber nicht mehr verheimlichen. Die Menschen würden durch das Lernen der Zeichen die Himmelsgeheimnisse erkennen. Das sei die gleiche glückliche Fügung, als ob vom Himmel Hirsekörner herunterfallen würden.

Die bösen Geister könnten sich nun nicht mehr verstecken, da die Menschen durch die Schriftzeichen die Grundsätze und die Prinzipien der Welt erkennen könnten. Deshalb sei es den Geistern nicht mehr möglich, die Menschen zu betrügen und zu belügen. Den Geistern bleibe als Trost nur, heimlich in der Nacht zu weinen.

Die chinesischen Schriftzeichen sind der Schatz der Schätze der chinesischen Kultur. Die Chinesen sprechen von „Einheit von Himmel und Menschen“, die sich auch in den chinesischen Schriftzeichen widerspiegelt. Die chinesischen Schriftzeichen beinhalten die Lehre des I-Ging, Fünf-Elemente und des taoistischen Yin-Yang, sie tragen umfassende Informationen von Himmel, Erde, Menschen, Ereignissen und Gegenständen, deren Zusammenhänge durch die Zusammenstellung der Zeichen bildlich dargestellt wird. (jz/as)



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