Man sagt, die Drachen begleiteten einige große Kaiser im dritten Jahrtausend vor Christus, als sie vom Himmel herabstiegen.Foto: Zeichnung Shioujen Wen/Epoch Times

Chinas Dynastien und das „Mandat des Himmels“

Um 1100 v. Chr. haben die Gründer der Zhou Dynastie  (周朝) einen philosophischen Glauben begründet, nämlich dass der Himmel jenen das göttliche Recht des Herrschens gewährte, die moralisch würdig waren.

Dieser Glaube, bekannt als das „Mandat des Himmels“ (天命, tiān mìng), ist tief in der chinesischen Kultur verwurzelt und hatte entscheidenden und fortdauernden Einfluss auf die chinesische Geschichte.
Er schrieb fest, dass ein Herrscher weise und gerecht sein muss, dem Dao – dem Weg des Himmels – folgen und auf sein Schicksal eingestellt sein muss.

Die antiken Chinesen betrachteten den Kaiser als „Sohn des Himmels“, über ihm der Himmel.
Lao Tse (老子) drückte seine Vorstellung über die Einheit von Himmel und Menschen im Dao De Jing (道德經), oder Tao Te King, so aus: „Der Mann folgt der Erde, die Erde folgt dem Himmel, der Himmel folgt dem Dao und das Dao folgt dem Natürlichen.“

Im Osten haben Drachen eine positive Assoziation. Man sagt, sie begleiteten einige große Kaiser im dritten Jahrtausend vor Christus, als sie vom Himmel herabstiegen. Die Drachen begleiteten die Kaiser auch wieder zurück, wenn diese nach Erfüllung ihrer Mission wieder zum Himmel aufstiegen.Im Osten haben Drachen eine positive Assoziation. Man sagt, sie begleiteten einige große Kaiser im dritten Jahrtausend vor Christus, als sie vom Himmel herabstiegen. Die Drachen begleiteten die Kaiser auch wieder zurück, wenn diese nach Erfüllung ihrer Mission wieder zum Himmel aufstiegen.Foto: Zeichnung Shioujen Wen/Epoch Times

Weise und fähige Herrscher im alten China verehrten den Himmel und schätzten, respektierten und schützten ihre Staatsbürger. Historiker zeichneten alle Worte und Taten eines Kaisers auf; das Benehmen eines Kaisers wurde nach den konfuzianischen klassischen Werken beurteilt.

Weise Könige hatten kluge und rechtschaffene Beamte, die ihnen als Lehrer oder Berater dienten. Ein Beispiel ist Yi Yin (伊尹), er half Shang Tang (商湯) die Shang Dynastie (商朝) zu gründen und wurde sein erster Premier.
Ein anderes Beispiel ist Jiang Ziya (姜子牙). Er unterstützte König Wen (周文王) und König Wu (周武王), die Zhou Dynastie zu gründen.

Das Dao durchsetzen im Auftrag des Himmels

War ein Herrscher unmoralisch, wurde er von seinen Ministern und dem Volk kritisiert, das Volk konnte ihn stürzen – so wie beim Sieg von Shan Tang über Xia Jie (夏桀), den letzten Kaiser der Xia Dynastie (夏朝), welcher ein Tyrann war.
Ein weiteres Beispiel ist König Wus Beseitigung des Kaisers Zhou (紂王), des letzten Herrschers der Shang Dynastie.
In der traditionellen chinesischen Kultur betrachtete man diese Aufstände nicht als Verletzung der Loyalität oder des Dao, sondern vielmehr als das Durchsetzen des Dao im Auftrag des Himmels.

„Weise und fähige Herrscher im alten China verehrten den Himmel und schätzten, respektierten und schützten ihre Staatsbürger.“

Die antiken Chinesen glaubten auch, dass natürliche Katastrophen Warnsignale des Himmels seien, wenn die Regierung sich vom Dao entfernt habe.

Wenn die Regierung diese Ermahnungen ignorierte, würde der Himmel stärkere Warnsignale senden und versuchen, das Gewissen zu erwecken. Würden Warnungen weiterhin ignoriert, würde Unglück  folgen.

Man glaubte, diese Muster  waren die Methoden der Götter, mit denen sie ihre Barmherzigkeit gegenüber den Menschen zeigten.

In der gesamten chinesischen Geschichte hatte das „Mandat des Himmels“ die Veränderungen der Dynastien und Kaiser beeinflusst, wobei Aufstieg und Fall der Dynastien und Kaiser mit der Moral der Menschen zusammenhing.



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