Der erste Kaiser der Zhou-Dynastie respektierte den Himmel

Titelbild
Illustriert von Jessica Chang/Epoch Times
Epoch Times24. August 2011

König Wu von Zhou war der Sohn von König Wen, dem Herrscher über das Königreich Zhou. Zwölf Jahre nachdem König Wu den Thron bestieg gründete er die Zhou-Dynastie (1122- 222 v. Chr.).

Die Zhou-Dynastie ist eine bedeutende Periode in der chinesischen Geschichte. Sie dauerte 900 Jahre und brachte 37 Kaiser hervor, bevor sie im Jahr 221 v. Chr. von der Qin-Dynastie erobert wurde.

Die Zhou-Dynastie ist nicht nur die am längsten währende Dynastie in der chinesischen Geschichte. Sie gilt auch als die Blütezeit der chinesischen Antike. Konfuzianische und daoistische Lehren, die aus dieser Epoche stammen, beeinflussten ganze Generationen durch die Jahrhunderte chinesischer Geschichte.

Zu Beginn seiner Herrschaft fragte König Wu seinen militärischen Berater Jiang Ziya, ob es einen einfachen und effektiven Weg gebe, die nachfolgenden Generationen dazu anzuleiten, das von den Vorfahren erschaffene Fundament einer Nation für immer zu bewahren.

König Wu, der erste Herrscher der Zhou Dynastie. Illustriert von Jessica Chang/Epoch Times / Bild anklicken zum VergrößernKönig Wu, der erste Herrscher der Zhou Dynastie. Illustriert von Jessica Chang/Epoch Times / Bild anklicken zum Vergrößern

Jiang Ziya berichtete dem König Wu, dass ein solcher Weg in einem Buch niedergeschrieben sei, das von altvorderen Königen an ihre Nachfahren weitergereicht werde. Bevor er das Buch lese, solle er jedoch angemessenen Respekt und Ernsthaftigkeit verspüren.

Drei Tage später stand König Wu aufrecht, seine Krone tragend, nach Osten gewandt. Respektvoll bat er Jiang Ziya, ihm das Buch zu überreichen. So begann Jiang Ziya aus dem Buch zu lesen: „Wer gewissenhaft die Nation führt, den Himmel respektiert und sich nicht der Trägheit sowie dem Verlangen nach Bequemlichkeit hingibt, dessen Herrschaft wird erblühen. Wer seine Pflichten vernachlässigt und begierig nach Annehmlichkeiten ist, dessen Herrschaft wird niedergehen. Wessen Sinn für Gerechtigkeit über das Streben nach persönlichen Vorteilen hinausgeht, dessen Herrschaft wird von Erfolg gekrönt. Wessen Streben nach persönlichen Vorteilen hingegen überwiegt, dessen Herrschaft wird zunichte gehen. Das ist der Weg, der zu bewahren ist, simpel und effizient in der Durchführung und dem die künftigen Generationen für immer folgen können.“

Während er diese Worte vernahm fühlte König Wu, wie seine Überzeugung und seine Achtung an Stärke gewannen. Er ließ diese Zeilen auf die Spiegel, Waschbecken, Säulen, Türen und Fenster schreiben, so dass er sich anhand der Worte jederzeit ermahnen und ermutigen konnte.

Auch als König und Herrscher bat König Wu seine Gelehrten um nützliche Ratschläge. Er nahm diese zum Anlass, seine Handlungsweisen und seine Gedanken zu hinterfragen und nach ungetrübter Weisheit zu streben, welche es ihm ermöglichen sollte, den Willen der Götter zu verstehen.

Die Zhou Dynastie währte 900 Jahre, dank der Kaiser, die die Lehren ihrer Vorfahren achteten, ihre Moral kultivierten, den Himmel respektierten und ihrem Volk Mitgefühl schenkten.

 

 



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