Der Gelbe Kaiser – Gründer der chinesischen Zivilisation

Von 11. Juni 2011 Aktualisiert: 11. Juni 2011 23:41

Von 2698 bis 2598 vor Christus regierte der Gelbe Kaiser das Reich der Mitte. Er führte nach der chinesischen Sage das Volk aus der Barbarei in die Zivilisation. Den Chinesen gilt er deshalb bis heute als Gründer der chinesischen Zivilisation.

Der Gelbe Kaiser war der Nachfolger von Shen Nong und trug die Verantwortung, die Stabilität im gesamten Reich zu erhalten. Er ließ die Menschen das Stromgebiet des Gelben Flusses besiedeln und veränderte ihre Lebensart. Aus Jägern wurden Siedler, die sich in Häusern niederließen, Viehzucht und Ackerbau betrieben.

Die Herrschaft des Gelben Kaisers war gekennzeichnet von einer stabilen Gesellschaft und einer sich entfaltenden Kultur, die hauptsächlich auf die zahlreichen Erfindungen zurückzuführen sind: Boote, Fuhrwerke, Waffen, Schriftzeichen, Musik, Kalender, Paläste, Kleidung, Medizin, Arithmetik, Töpferei, Seidenraupenzucht und vieles mehr. Deshalb betrachten die Chinesen die Herrschaftszeit des Gelben Kaisers als die Gründerzeit der chinesischen Zivilisation. Viele der späteren Kaiser wie Yao, Shun, Yu und Tang waren seine Nachfahren.

Einige Geschichten über den Gelben Kaiser ranken sich um die Frage, wie er dem Weg des Dao folgte. Der Historiker und Schriftsteller Sima Qian beschreibt den Gelben Kaiser als Mensch mit rechtschaffenen Grundsätzen und als Kultivierenden auf dem Weg zur Erleuchtung.

Nachdem er die Erleuchtung erlangte, soll er sich, während er die Staatsgeschicke leitete, mit Alchemie und Meditation beschäftigt haben. Im Jahre 2598 v. Chr. habe der Gelbe Kaiser am Fuße der Bergbrücke einen großen Dreifuß gegossen. Sobald der Dreifuß vollendet war öffnete sich ein Himmelstor und Huanglong, der Gelbe Drache, kam zu seiner Begrüßung vom Himmel hernieder. Der Gelbe Kaiser ritt mit über siebzig weiteren Beamten gen Himmel, er hatte sich am helllichten Tag in den Himmel erhoben. Mehrere zehntausende haben nach der Volkslegende die Szenerie beobachtet. Diejenigen, die sich nicht mit dem Gelben Kaiser in den Himmel erhoben, vergruben seine zurückgebliebene Kleidung in der Bergbrücke. Es soll die selbe Stelle sein, an der heute das Ehrengrab des Gelben Kaisers in dem Kreis Huangling, Provinz Shaanxi steht.

Die Sage wird von Generation zu Generation weitergegeben und die Chinesen glauben bis heute, dass man sich am Ende eines erfolgreichen Lebens in den Himmel erheben kann. So glauben sie, dass ihre Ahnen ebenfalls im Himmel sind und von dort auf sie Acht geben. Dieser Grundgedanke steckt hinter der Ahnenverehrung, die zu besonderen Anlässen oder Festen in China betrieben wird. Manchmal baut man den Vorfahren zu Ehren zusammen einen Schrein und so wurde die „Ahnenverehrung“ ein fester Bestandteil der chinesischen Kultur.

Illustration: The Epoch Times
Illustration: The Epoch Times
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