Han Gan, der führende Maler von Pferden in der Tang-DynastieFoto: Zeichnung: Zhiching Chen

Han Gan, der beste Pferde-Maler in Chinas Tang-Dynastie

Von 13. Dezember 2013 Aktualisiert: 13. Dezember 2013 10:01

Der Maler Han Gan (um 740 n. Chr.) war Hofmaler in der Tang-Dynastie. Er konnte wunderbar Menschen, Pflanzen und Pferde malen, aber in die chinesische Geschichte ging er ein als der beste Pferde-Maler.

Als er jung war, verdiente er seinen Lebensunterhalt mit dem Ausliefern von Weinen. Einmal ging er zum Haus des Poeten Wang Wei, um das Geld für die Weinrechnung einzukassieren. Da Wang Wei nicht zuhause war, setzte sich Han Gan und wartete. Während er wartete, zeichnete er auf dem Boden Figuren und Pferde. Als Wang Wei kam und die Zeichnungen sah, war er von Han Gans Talent beeindruckt und bot ihm an, ihn zu fördern. Zehn Jahre später beendete Han Gan seine Teilnahme am Zeichenunterricht und wurde ein bekannter Künstler.

Die Tang-Dynastie war bekannt für ihre starke, militärische Kavallerie. Da Pferde für Kriege unverzichtbar waren, hielten viele Menschen in der Hauptstadt Chang’an Pferde, auch waren Pferde zu dieser Zeit ein bedeutendes Motiv zum Malen und zur Bildhauerei.

Han Gan hatte sich dem Malen der Pferde so verschrieben, dass er sehr viel Zeit in Ställen verbrachte, um Pferde zu betrachten. Die Erzählung besagt, dass, als Han Gan in den Hof gerufen wurde und der Kaiser für ihn einen Mallehrer finden wollte, Han Gan antwortete, die Pferde in den königlichen Ställen seien seine besten Lehrer.

Anders als viele Maler vor ihm, deren Striche den Körperbau von Pferden wiedergaben, achtete Han Gan dazu noch sehr auf die Muskeln und die Haut der Pferde. Als Ergebnis seiner sorgfältigen Beobachtung kreierte er seinen eigenen Stil.

Han Gans berühmtestes, klassisches Werk hatte den Titel “Portrait von Nachtleuchtendem Weiß”, welches Han Gans anschauliches Malen gut repräsentierte. “Nachtleuchtendes Weiß” war ein Pferd des Kaisers. Im Bild ist das Pferd muskulös und voller Stärke. Es ist an einem Zaunpfahl angebunden, den Kopf hochgehoben, die Mähne weht im Wind, die Ohren stehen gerade, die Nüstern und die Augen sind weit geöffnet. Das Bild ist gut strukturiert; die Pinselstriche erscheinen gewissenhaft und kraftvoll.
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Es stand außer Frage, dass Han Gan der beste Pferdemaler der Tang-Dynastie war und er bekam den verdienten Ruf als "Meister des Pferde-Malens".



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