Verlust zu erleiden ist ein Segen

Epoch Times4. Juni 2008 Aktualisiert: 4. Juni 2008 23:16

Heutzutage besteht die größte Angst der Menschen darin, Verlust zu erleiden, und sie würden lieber die anderen Menschen leiden sehen, als ihn selbst zu ertragen. Die ältere chinesische Generation versuchte ihre Kinder und Enkelkinder davon zu überzeugen, dass es nicht schlecht ist, Schaden zu erleiden. Im Laufe der Geschichte haben viele tugendhafte Menschen von sich selbst gefordert, Verluste leicht zu nehmen, und sie haben auch ihre Kinder und Enkelkinder in dieser Weise angeleitet.

Wenn ein Mensch einen Verlust erleiden kann, der nicht leicht für ihn ist, erfordert das Großherzigkeit von ihm, um nachsichtig sein zu können. Er muss eine Demütigung ertragen können und die Fähigkeit haben, nachteilige Situationen zu korrigieren. In den alten Zeiten gab es einen Shangshu [ein offizieller Rang in vergangen Zeiten] mit dem Namen Lin Tuizhai, der beides hatte, viel Glück und Tugend, sowie ein Haus voller Kinder und Enkelkinder. Bevor er starb, knieten seine Nachkommen vor ihm nieder und fragten ihn nach Anweisungen. Lin Tuizhai erzählte ihnen, „Ich habe nicht viel zu sagen. Solange Du lernst, zu vergeben, wird das genug sein. In der Geschichte hat es eine Menge Helden gegeben, die scheiterten, nur weil sie keinen Verlust hinnehmen konnten! In den alten Zeiten gab es auch viele Helden, die eine Menge erreichten, weil sie Demütigungen ertragen und Verluste leicht nehmen konnten! Han Xin, zum Beispiel, ertrug die Demütigung, zwischen den Beinen eines Verbrechers durchzukriechen. Doch später wurde er ein großer General und wurde von Liu Bang zum Sanqi-König ernannt, obwohl der ihn in der frühen Jugendzeit in Huaiyin damit demütigte, sein Untergebener zu sein.“

Die Fähigkeit, einen Verlust ertragen zu können, war das Maß für die früheren Menschen, Helden von Bösewichten zu unterschieden. Der Lehrer Wei Xi aus der Qing-Dynastie sagte einmal: „Ich weiß nicht, was ein Gentleman ist, aber ich schätze jemanden, der jeden Verlust erleiden kann wie ein Gentleman. Ich weiß nicht, was ein Bösewicht ist, aber ich denke, dass jemand, der nur gewinnen will, ein Bösewicht ist.“

In alten Zeiten gab es ein Sprichwort, das hieß: „Verlust erleiden bringt Segen“. Die wirkliche Bedeutung über das Ertragen eines Verlustes ist aber, dass dadurch schlechtes Karma in Tugend umgewandelt werden kann. Dinge, die ein gewöhnlicher Mensch im Leben erreicht, hat er durch den Austausch seiner Tugend erhalten, und wenn seine Taten jemand anderem Schaden zufügen, erzeugt das Karma und bringt den Verlust von Tugend. Also, von diesem Blickwinkel aus betrachtet ist Verlust erleiden in der Tat ein Segen!

Erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 23/08


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion