Xi Jinping kündigt auf dem Gipfeltreffen zwischen Afrika und China eine Unterstützung von 60 Milliarden Dollar an. Die Mittel sind zur Entwicklung der afrikanischen Staaten gedacht.Foto: MUJAHID SAFODIEN/AFP/Getty Images

Afrikas exklusive „Wunschliste“ an China: Staatschef Xi stellt 60 Milliarden Dollar bereit

Epoch Times5. Dezember 2015 Aktualisiert: 5. Dezember 2015 18:53
Chinas Staatschef Xi Jinping hat angekündigt, 60.000.000.000 Dollar in Afrika zu investieren. Auf dem China-Afrika-Gipfel in Johannesburg stellte er seinen 10-Punkte-Entwicklungsplan vor.

"Um die erfolgreiche Umsetzung dieses 10-Punkte-Planes zur Kooperation zu gewährleisten, beschließt China, insgesamt 60 Milliarden Dollar finanzielle Unterstützung zu bieten", sagte Xi Jinping. Peking finanziert die Entwicklung auf dem Kontinent, versichert Xi Jinping den afrikanischen Präsidenten. (Quelle thebricspost.com)

Die Programme umfassen die Bereiche "Industrialisierung, Modernisierung der Landwirtschaft, Infrastruktur, Finanzdienstleistungen, ökologische Entwicklung, Handel und Investitionen, Armutsbekämpfung und öffentliche Wohlfahrt, öffentliche Gesundheit, persönlicher Austausch und Frieden und Sicherheit".

Zusammenarbeit bei der Enwicklung von Eisenbahn und Verkehrs-Infrastruktur

"China und Afrika werden die Zusammenarbeit in der Industrialisierung bei Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnen, Autobahnen und der regionalen Luftfahrt vertiefen", sagte der Staatschef.

Die Ankündigung zeigt, dass China durchaus Schlussfolgerungen aus dem Angriff des IS auf das Radisson Blu Hotel in Mali gezogen hat. Wahrscheinlich jedoch nicht die, die die Angreifer beabsichtigten. Bei dem Angriff starben am 20. November rein "zufällig" mehrere Russen und Chinesen, die Großprojekte in Mali planten.

Die drei Top-Männer der chinesischen Eisenbahnbaugesellschaft und sechs Vertreter der Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr waren die vielleicht wichtigsten Personen, die sich zum Zeitpunkt des Anschlags im Land aufhielten. Link: Gezielt Top-Manager ermordet: Analyse: IS-Blutbad in Hotel in Mali war Schlag gegen China und Russland

Peking unterstützt die African Standby Force

Die African Standby Force (ASF) ist eine militärische Truppe, die durch die Afrikanische Union aufgebaut wird, und die ihre "volle Einsatzfähigkeit" im Dezember erreichen soll. Auch diese wird durch China unterstützt. Die AU-Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, ein Viertel der Mittel für Operationen bis 2020 bereitzustellen, jedoch wird die Eingreiftruppe zu über 90 Prozent derzeit noch von der EU und den Vereinigten Staaten finanziert.

"Chinas Kapazitäten und sen Engagement für Frieden mit über 2.000 Friedenstruppen in Afrika ist lobenswert", sagte der südafrikanische Präsident Jacob Zuma beim FOCAC Gipfeltreffen.

Zu den neuesten Sicherheitskrisen in Afrika gehören die Staatsstreiche in Guinea-Bissau, Mali und Burkina Faso, Angriffe von islamistischen militanten Gruppen in Mali, Nigeria und Somalia und Konflikte zwischen den Rebellen im Osten des Kongo und der Zentralafrikanischen Republik.

Treffen von Xi Jinping mit anderen Präsidenten

Am Donnerstag gab es verschiedene bilaterale Treffen mit neun Führern der afrikanischen Länder in Sandton, einem Finanzzentrum von Johannesburg.

Xi sprach getrennt mit Togos Präsident Faure Gnassingbé, dem guineischen Präsidenten Alpha Conde, Dschibutis Präsident Ismail Omar Guelleh, dem ghanaischen Präsidenten John Dramani Mahama, dem angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos, dem malischen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita, dem gabunischen Präsidenten Ali Bongo Ondimba, dem mosambikischen Präsidenten Filipe Nyusi und dem kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist Vizevorsitzender der FOCAC und traf sich mit dem chinesischen Staatschef am Freitag.

"Wir begrüßen die China-Afrika-Kooperation in der Infrastruktur. Wir brauchen Wasser und eine Energie-Infrastruktur, um unser Leben zu verbessern", sagte Zuma. "Die strategische Partnerschaft zwischen Afrika und China ist entscheidend, um die Entwicklungsziele zu erreichen."

Zuma verwies auch auf einige historische Bindungen Afrikas mit China. Ursprünglich waren Südafrika und China Partner während der Apartheid und Kolonialisierung. "Die Minerale haben Afrika anfällig gemacht für die Ausbeutung", sagte der südafrikanische Präsident.

Offizielle chinesische Daten sagen, dass 2014 der Handel zwischen China und Afrika einen Wert von 220 Milliarden Dollar überschritten hat. In 50 afrikanischen Ländern ist China der größte Handelspartner der letzten sechs Jahre.

FOCAC – die chinesisch afrikanische Kooperation

Die FOCAC, die im Jahr 2000 zwischen China und den afrikanischen Ländern als "Forum zur China-Afrika Kooperation" ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich stetig weiter und wurde in diesem Jahr erstmals als ein Gipfeltreffen veranstaltet. Es findet alle drei Jahre statt und ähnelt den Afrika-Europa-Gipfeln.

Bei der Umsetzung gibt es große Probleme. Der Umgang der afrikanischen Seite mit dem FOCAC-Treffen ist ein Beispiel, denn Zeit und Ort des China-Afrika-Gipfels wurden erst Anfang September bekannt gegeben. Die Vorbereitung für FOCAC löst auf dem afrikanischen Kontinent anscheinend keine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Kooperation aus.

In einigen afrikanischen Ländern wird chinesischen Partnern eine exklusive "Wunschliste" übergeben. Dies ist durchaus im Sinne Pekings, denn China wird oft genug nach den afrikanischen Plänen und Strategien gefragt. Welches sind die großen Zukunftsfragen, die gemeinsam angegangen werden sollen? Wo genau kann China besonderes Engagement zeigen? In welchen Bereichen hat Afrika besondere Herausforderungen erkannt? (ks)



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