Wu Baozhang.Foto: Wang Hong/The Epoch Times

Ansichten eines erfahrenen Journalisten zum Thema Falun Gong

Von 29. April 2010

Vor 11 Jahren, am 25. April, versammelten sich 10.000 chinesische Bürger, alle Falun Gong-Praktizierende, vor der Petitionsbehörde in Peking, um friedlich für ihr Recht zu demonstrieren, ihre Lebensweise nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht ausüben zu dürfen einschließlich der dazu gehörenden Körperübungen. Dieses Ereignis, das als „Falun Gong 4.25 friedlicher Appell“ bezeichnet wird, machte die Welt auf Falun Gong aufmerksam. Gleichzeitig stellte es den Beginn eines friedlichen Protestes dar, der sich über die nächsten 11 Jahre erstrecken sollte und von der größten Gruppe von Menschen durchgeführt wurde, die jemals in China verfolgt wurde.

Wu Baozhang, ehemaliger Direktor des chinesischen Programms von „Radio France International“ (RFI) teilte der „Epoch Times“ seine Ansichten zur Bedeutung des Themas Falun Gong mit und ebenfalls seine Meinung zu Falun Gongs Einfluss auf die chinesische Gesellschaft als Ganzes. Er sprach auch über zukünftige Trends in der chinesischen Gesellschaft und über den Standpunkt, von dem aus demokratische Länder chinesische Angelegenheiten betrachten.

Das zentrale politische Thema

Wu sagte: „Meiner Meinung nach markierte das 4.25-Ereignis den Beginn friedlicher Proteste als eine Möglichkeit für das chinesische Volk, bei Verfolgung Widerstand zu leisten. Dabei werden Fakten dargelegt und die Lügen und die Gewalt der KPCh bekämpft.“ Für Wu ist es auch der Ausgangspunkt für die chinesischen Bewegungen gegen Gewalt und für die Menschenrechte im 21. Jahrhundert. „Die 11 Jahre brutaler Verfolgung und Unterdrückung durch die KPCh haben es nicht geschafft, Falun Gong auszulöschen, sondern stattdessen die historische und moralische Bedeutung Falun Gongs erhöht.“

Bevor Wu im Jahre 2003 in den Ruhestand ging, hatte er 28 Jahre lang für Chinas staatliche „Xinhua News Agency“ gearbeitet und danach weitere 13 Jahre für „Radio France International“. Er erklärte, dass er Falun Gong seit dem 4.25-Ereignis im Jahre 1999 aufmerksam beobachtet habe und zu dem Schluss gekommen sei, dass „das Falun Gong-Thema das Kernstück aller politischen Fragen in China ist.“

„Ich betrachte dieses Problem nicht vom Standpunkt Falun Gongs aus. Ich betrachte es als Journalist, der in der heutigen gesellschaftlichen Umgebung arbeitet“, sagte er.

Wu erklärte, obwohl es ihm nicht möglich sei, nach China zurückzukehren, habe er doch verschiedene Möglichkeiten, sich über die Ereignisse in China zu informieren. „Nach 11 Jahren brutaler Verfolgung gibt es immer noch viele Falun Gong-Praktizierende in allen Schichten der Gesellschaft in China. Vor Beginn meines Ruhestandes im Jahre 2003, als ich noch für RFI arbeitete, hörte ich von meinen Freunden in Peking, dass sie oft Flyer von Falun Gong in ihren Briefkästen hatten.“

Und während sich die Verfolgung in China ausweitete, bemerkte Wu, gab es zum selben Zeitpunkt eine parallele Entwicklung von Falun Gong zu einer internationalen Bewegung. Zurzeit gibt es Falun Gong-Praktizierende in Nordamerika, Europa, Japan, Taiwan, Indien und anderen asiatischen Ländern. „Das zeigt, dass die Prinzipien und Werte von Falun Gong nicht nur von den Chinesen anerkannt werden, sondern auch international“, erklärte Wu.

Als jemand in seinem achten Lebensjahrzehnt, der alle politischen Kampagnen der KPCh seit dem Beginn ihrer Herrschaft über China überlebt hat, erklärt Wu, dass er über die KPCh sehr gut Bescheid wisse. „Der Grund dafür, dass die KPCh in den vergangenen 60 Jahren konstant politische Kampagnen gestartet hat, liegt darin, dass sie ihre Herrschaft immer wieder festigen musste.“ Er sagte, dass die KPCh bei allen ihren politischen Bewegungen ihre Kampagnen der Verfolgung immer erfolgreich durchgeführt habe, selbst bis zu dem Ausmaß der erfolgreichen „Umerziehung“ ihrer Opfer. Einige ehemalige Dissidenten „änderten ihre Meinung vollständig und priesen die KPCh, nachdem sie durch sie verfolgt worden waren.“

„Unter der Tyrannei der KPCh ist es keiner verfolgten Gruppe so gelungen wie Falun Gong, tapfer und ausdauernd zu widerstehen. Keine andere Gruppe ist jemals in der Lage gewesen, die Lügen der KPCh zu entlarven und ihre Akte der Gewalt aufzuzeigen wie die Falun Gong es getan haben. Nie.“

„Keine andere Gruppe von Opfern unter der Tyrannei der KPCh war jemals in der Lage, in Übersee Strafanzeigen gegen den Anführer der Verfolgung von Falun Gong, gegen Jiang Zemin, zu erstatten. Nie. Das brachte ihnen die Sympathie und die Unterstützung der Gemeinschaft internationaler Rechtsprechung ein.“

„Und keine Gruppierung, die unter der Verfolgung der KPCh litt, war jemals in der Lage, eine Gruppe darstellender Künste ins Leben zu rufen wie Shen Yun Performing Arts, um die traditionelle chinesische Kultur weltweit bekannt zu machen. Meiner Ansicht nach ist Shen Yun zum Klassiker der chinesischen darstellenden Kunst geworden.“

Wu sagte: Da er sowohl für die chinesischen Medien als auch für die in Übersee gearbeitet habe, wisse er, wie viel Aufwand die KPCh getrieben habe, ihren Einfluss auf westliche Medien geltend zu machen. Er erklärte, dass die KPCh oft westliche Reporter nach Peking einlade, um ihnen die journalistischen Richtlinien der KPCh nahe zu bringen.

Eines Tages im Jahre 2000, als er noch Direktor des China-Programms des RFI war, erhielt er einen Anruf von der chinesischen Botschaft in Paris. Er begab sich zur Botschaft und nach einigen freundlichen Bemerkungen legte der chinesische Beamte einen Stapel an Material vor, ausschließlich Propaganda gegen Falun Gong. Der Beamte sagte zu ihm: „Wir hoffen, dass Ihr Programm von jetzt an nicht mehr über Falun Gong berichtet.“

Wu beobachtete, dass die KPCh alles daran setzte, um die internationalen Medien durch Anti-Falun Gong-Propaganda zu beeinflussen. Nach den Gründen gefragt antwortete Wu: „Das geschieht, weil das Falun Gong-Thema das Kernstück aller politischen Fragen in China ist.“

Gerade die Verfolgung präsentiert Falun Gong der Öffentlichkeit

Wu ist davon überzeugt, dass die KPCh so nervös auf Falun Gong reagiert, weil es die einzige Gruppe ist, die trotz der jahrelangen Verfolgung durch sie, das Wesen der KPCh vollständig enthüllt hat.

Darüber hinaus hat Falun Gong mit Erfolg Strafanzeigen gegen den Anführer der Verfolgung in Übersee und bei den Vereinten Nationen erstattet. „In der modernen Geschichte Chinas hat es noch nie eine solche Gruppe gegeben“, sagte Wu.

„Zu Beginn hatte die KPCh geplant, Falun Gong innerhalb von drei Monaten oder eines Jahres auszurotten. Doch es ist offensichtlich, dass die Falun Gong-Gruppe unzerstörbar ist, weil sie ehrlich und aufrichtig ist. Ihre Praktizierenden werden ihren Glauben niemals aufgeben. Je intensiver die KPCh Falun Gong verfolgt, desto schneller nähert sie sich ihrem eigenen Untergang.“

Originalartikel auf Chinesisch: 大纪元 – 吴葆璋:法轮功问题和中国社会未来走向

Artikel auf Englisch: Senior Journalist’s View on the Falun Gong Issue

 

 



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