„Beendet die Verfolgung in China!“ Falun Gong demonstrierte in Trier + FOTOGALERIE

Epoch Times25. Juli 2015 Aktualisiert: 28. Februar 2017 9:54
Warum protestiert man gegen die Verfolgung von Falun Gong in Trier? Für viele Chinesen, die noch den kommunistischen Ideen anhängen, ist Trier interessant als Geburtsstadt von Karl Marx, dem Verfasser des Kommunistischen Manifests.

Sie kamen mit Trommeln und Trompeten nach Trier, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen: „Wir fordern die Beendigung der Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China“. Etwa 150 chinesische und deutsche Falun Gong-Praktizierende zogen am Samstagnachmittag musizierend durch das Zentrum von Trier im äußersten Südwesten der Bundesrepublik, spielten chinesische und klassische europäische Musik, hielten Reden und sprachen mit den Passanten.

Seit dem 20. Juli 1999 ist ihre friedliche buddhistische Kultivierungsschule in China nicht nur verboten, sondern sie wird auch blutig verfolgt. Der damalige kommunistische Machthaber Jiang Zemin wollte einen Schlussstrich unter die Geschichte von Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ziehen. Nach einigen Jahren der Akzeptanz erschien ihm die Zahl der Anhänger in China von nahezu 100 Millionen zu groß zu werden und über Nacht setzte 1999 eine brutale Verfolgung ein, die bis heute anhält. Ebenso wie das kommunistische Regime bis heute an der Macht ist.

Warum Chinas „Tabu-Thema“ Falun Gong die Welt betrifft

Aber warum protestiert man dagegen in Trier? Für viele Chinesen, die noch in der Kommunistischen Partei Chinas sind oder ihren Ideen anhängen, ist Trier nicht nur die alte Kulturstadt aus der Römerzeit, sondern die Geburtsstadt von Karl Marx, dem Verfasser des Kommunistischen Manifests. Bei einem Europabesuch steht für Chinesen ein Besuch in seinem Geburtshaus auf der Wunschliste. Was lag also näher, als einmal in Trier sowohl mit den Einwohnern als auch mit Touristen zu sprechen und sie auf ein Unrecht aufmerksam zu machen, das zwar weit entfernt passiert, dessen Ausmaße aber so riesig sind, dass es an der Zeit ist, von überall her ein Ende zu fordern. EU-RESOLUTION

Falun Gong hatte sich schon weltweit ausgebreitet und seit diesem 20. Juli 1999 machen deshalb die Praktizierenden weltweit auf das Unrecht aufmerksam. Es treibt sie die Sorge um über die Situation in China, denn seit etwa zehn Jahren gibt es Berichte, dass in Chinas Arbeitslagern schon seit dem Jahr 2000 die als sehr gesund geltenden Falun Gong-Praktizierenden medizinisch registriert werden. „Bei Bedarf“ werden ihnen heimlich und heimtückisch bei lebendigem Leib in Militärkrankenhäusern Organe entnommen, wie Nieren, Herzen, Lungen usw., wobei sie zu Tode kommen. Neueste Indizien lassen über den Zeitraum von 15 Jahren auf eine Zahl von zwei Millionen durch Organentnahmen in China ermordete Menschen schließen. Der damit betriebene Organhandel ist ein Milliardengeschäft.

Die EPOCH TIMES berichtet seit ihrer Gründung in Deutschland, im Jahr 2005, hier unzensiert und unbestechlich über Vorkommnisse in China, welche die Menschenrechte verletzen. Und auch über Veränderungen: Seit einer im Mai in China eingeführten Anordnung, werden Strafanzeigen der Bürger ohne Ansehen der beschuldigten Person angenommen und nicht mehr abgelehnt, wenn es sich z.B. um Parteimitglieder handelt.

Sie haben in China unter der Verfolgung von Falun Gong gelitten und jetzt Anzeige erstattet.Sie haben in China unter der Verfolgung von Falun Gong gelitten und jetzt Anzeige erstattet.Foto: Matthias Kehrein

So ist es möglich geworden, dass auch Jiang Zemin, der die Verfolgung angeordnet hatte, vor solchen Anzeigen nicht mehr geschützt wird. Bis zum 17. Juli wurden schon 60.000 Strafanzeigen in China gegen ihn gestellt wegen Folter, unrechtmäßiger Haft und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Auch aus Deutschland haben chinesische Praktizierende, die in Chinas Arbeitslagern gelitten haben und hier Asyl bekommen haben, Anzeigen eingereicht. Auch deutsche Praktizierende werden sich dem anschließen und Strafanzeigen beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in China stellen.

Die Tian Guo Marching Band, das Himmelreich Orchester, ließ sich heute in Trier auch nicht vom Sturm davon abhalten, den Schlusschor aus der 9. Sinfonie von Beethoven anzustimmen:

Freude, schöner Götterfunken,

Tochter aus Elysium,

Wir betreten feuertrunken,

Himmlische, dein Heiligtum!

Deine Zauber binden wieder

Was die Mode streng geteilt;

Alle Menschen werden Brüder,

Wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen, Millionen!

Diesen Kuss der ganzen Welt!

Brüder, überm Sternenzelt

Muss ein lieber Vater wohnen.    (rls)

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Weitere Nachrichten über die Verfolgung von Falun Gong:

https://www.epochtimes.de/20-Juli-16-Jahre-Verfolgung-von-Falun-Gong-in-China-Die-Frage-nach-dem-Warum-a1255648.html

https://www.epochtimes.de/Mit-politischer-Unterstuetzung-Schon-60000-Anzeigen-gegen-Chinas-Ex-Staatschef-Jiang-Zemin-a1255235.html

https://www.epochtimes.de/Wozu-verhaftet-China-160-Rechtsanwaelte-Das-sind-die-Gruende-a1254813.html

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