Bewaffneter Anschlag auf Falun Gong Anhänger in Vancouver

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Ein Mann hielt seine Pistole an meinen Kopf und schrie „Du bleibst nicht hier, hau ab!“, erzählt Raymond Zhang im Interview. (The Epoch Times)

Es war morgens um 5h30, als Raymond Zhang bei der Meditation in einer Hütte vor dem chinesischen Konsulat in Vancouver gewaltsam unterbrochen wurde.

Drei Männer hatten die Tür aufgebrochen, nachdem sie zuvor die Schilder und Banner vom Zaun des Konsulates herunter gerissen hatten. Sie hielten eine Pistole an Herrn Zhangs Kopf, drückten ständig den Abzug und begannen ihm ins Gesicht und auf den Kopf zu schlagen.

„Die Waffe zielte auf meine rechte Schläfe“, sagte Zhang. „Der Mann drückte fortwährend den Abzug und schrie, ‚Du bleibst nicht hier, hau ab!‘ “

Die beiden anderen Männer traten Löcher in die Hütte. Dann traten sie Zhang in den Magen und schlugen ihn auf den Kopf. Durch den Übergriff wurde dem 33 jährigen der linke Gesichtsknochen gebrochen, zudem trug er blaue Flecken und innere Blutungen davon.

Nach Angaben der Polizei in Vancouver waren zur Zeit des Eintreffens der Polizei die Angreifer bereits geflohen – eine Untersuchung des Vorfalls läuft.

Betreffend die drei asiatischen Angreifer sagte die Sprecherin des Falun Dafa Vereins in Kanada (FDAC) Sue Zhang, dass diese „feige Tat“ zweifellos vom kommunistischen Regime in Peking angestiftet worden sei.“. Der Angriff sei nur ein weiteres Beispiel des langen Arms von Peking der weit bis nach Kanada reiche, eine Fortsetzung nach dem immer gleichen Muster von Einschüchterung und Belästigung von Praktizierenden in Übersee. „So weitet die Chinesische Kommunistische Partei die Verfolgung auf Kanada aus,“ sagt Zhang. „Diese sehr gewalttätige körperliche Attacke stellt einen weiteren Versuch dar, uns vom Platz vor dem Konsulat zu entfernen.“ Nachdem 1999 die Anzahl der Falun Gong Praktizierenden in China die Anzahl der Mitglieder der dortigen kommunistischen Partei überstieg, hatte der damalige chinesische Staatschef, Jiang Zemin die Verfolgung der friedlichen Meditation befohlen.

Seit mehr als sechs Jahren protestieren die kanadischen Falun Gong Praktizierenden friedlich vor dem chinesischen Konsulat an der Granville Straße in Vancouver. Raymond Zhang war schon letztes Jahr von asiatischen Verbrechern angegriffen und geprügelt worden, die dann in einem Geländewagen flohen. Andere Praktizierende waren dort bei einer Nachtwache aus vorbeifahrenden Autos mit Eiern beworfen worden, einer von ihnen wurde mit einer unbekannten Flüssigkeit bespritzt.

Aus dem ganzen Land seien derartige Vorfälle, von Angriffen, Einschüchterungsversuchen und Belästigungen gegen Falun Gong Praktizierende über die Jahre gemeldet worden, so FDAC Sprecherin Zhang. Die chinesische Botschaft und das chinesische Konsulat seien oft direkt in diese Geschehnisse verwickelt oder es handle sich um Personen von Organisationen die direkt von den chinesischen Behörden kontrolliert werden.

2001 wurde Xueliang Wang in der chinesischen Botschaft in Ottawa geschlagen, nachdem er ein Hetzplakat gegen Falun Gong fotografiert hatte. Der kanadische Abgeordnete Rob Anders, wurde im Abgeordnetenhaus von Personal der chinesischen Botschaft zusammengeschlagen, weil er ein T-Shirt trug, dass für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China aufrief.

Lokale kanadische Polizeistationen berichten von belästigenden Telefonanrufen und E-Mail Angriffen aus China gegen Falun Gong Praktizierende im ganzen Land. Praktizierende geben zudem an, ihre Reisepässe würden nicht verlängert, oder aber deren Ausstellung verzögert. Auch sei ihnen die Mitgliedschaft in bestimmten chinesischen Organisationen in Übersee entzogen worden.

Laut Jiyan Zhang existiert in der chinesischen Botschaft in Ottawa ein politisches Büro, das sich direkt mit dem Ausspionieren und Angreifen von Falun Gong und anderen damit in Verbindung stehenden Dissidenten in Kanada beschäftigt Die Frau eines chinesischen Diplomaten war im März diesen Jahres aus der chinesichen Botschaft geflohen.

„Die Chinesische Kommunistische Partei besteht aus Verbrechern – das hat sie wieder und wieder unter Beweis gestellt. Sie haben keinen Respekt vor Menschenleben und glauben, sie könnten Leute nach Belieben tyrannisieren,“ sagt Brian Mc Adam. Laut dem ehemaligen kanadischen Diplomat und Experten für organisierte Kriminalität in Asien sei es besonders in der Stadt Vancouver wichtig, dass die Regierung auf allen Ebenen der chinesischen Gemeinschaft Schutz gewährt. Nie habe es irgendwelche Konsequenzen für das Verhalten der chinesischen Regierung in Kanada gegeben. „Das unglaubliche an der Sache ist, dass die kanadische Regierung zu diesen Aktivitäten nie hart Stellung bezogen hat, sie muss es aber. Sie können einer fremden Regierung nicht erlauben diese Art von Einschüchterungsversuchen verüben zu lassen.“ sagt Mc Adam.

Die kanadische Polizei ermittelt derzeit auch gegen, Les Presses Chinoises, einer chinesischen Zeitung aus Montreal. Trotz zweier Entscheide des Quebecer Gerichtshofes die Verurteilung und Abwertung von Falun Gong zu unterlassen hat die Zeitung vier weitere, diesbezügliche Sonderausgaben veröffentlicht.

Der Protestplatz von Falun Gong vor dem Konsulat war zuvor schon vom Bürgermeister von Vancouver, Sam Sullivan, mißbilligt worden. Im Juni 2006 erklärte Sullivan, dass die Banner am Zaun und die Hütte, gegen die Statuten der Stadt verstoßen würden und bis zum 16. August zu entfernen seien.

Allerdings wurde daraufhin die mündliche Erlaubnis von der Stadt erteilt eine Schichtwache rund um die Uhr abhalten zu dürfen. Schon seit damals wollen die Falun Gong Praktizierenden eine umfassende Untersuchung, die Stadt Vancouver dagegen ein Schnellverfahren. Ein Sprecher des Bürgermeisterbüros sagte, er könne zum heutigen Überfall keinen Kommentar abgeben, da die Untersuchungen der Polizei noch laufen würden.

In einer Pressemitteilung ruft der FDAC die kanadische Regierung auf, die Beamten des chinesischen Konsulats dazu aufzufordern sofort die Belästigungen und Angriffe gegen die Falun Gong Praktizierenden in Kanada zu beenden. Ansonsten sollten sie aus Kanada ausgewiesen werden.

Raymond Zhang, dessen Mutter und Schwester in China wegen des Praktizierens von Falun Gong gefangen sind will trotz des Angriffes weiterhin vor dem Konsulat demonstrieren. „Sie foltern und töten noch immer unschuldige Falun Gong Praktizierende in China, deswegen werden ich so lange hierher kommen bis die Verfolgung beendet ist.“ sagt Zhang



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