China: Baidu gibt Forderung einer Menschenrechtsanwältin frei

Von 2. Juni 2012 Aktualisiert: 2. Juni 2012 16:54

 

Die chinesisch-sprachige Epoch Times berichtete am 31. Mai, dass Baidu, die größte Suchmaschine in China vor kurzem die Suchbegriffe „Menschenrechtsanwältin fordert großes Gericht in Peking“ freigegeben habe. Es gehe darum, den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin und seine Gefolgsleute wegen der Verfolgung von Falun Gong vor Gericht zu stellen. Epoch Times erklärte, dass die mehrfachen ungewöhnlichen Freischaltungen zuvor streng zensierter Suchbegriffe in China ein Zeichen dafür seien, dass ein Teil der Führungsebene der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) einen Wandel der Einstellung gegenüber Falun Gong beabsichtige.

Inzwischen sind diese Informationen von Baidu wieder gesperrt worden. Durch Screenshots von Epoch Times ist zu erkennen, dass die ersten beiden Ergebnisse direkt den Vorschlag der Menschenrechtsanwältin Zhu Wanqi zeigten. Zhu meinte, dass die Fraktion der KPCh um Jiang Zemin unverzeihliche Sünden an ihrem Vaterland begangen habe und ebenfalls in China vor Gericht gestellt werden solle. Das Gericht in Peking abzuhalten, dem Zentrum der Verfolgung von Falun Gong, sei der beste Abschluss dieses dunklen Kapitels chinesischer Geschichte. Alle Chinesen sollen aus diesem großen Gericht eine Lehre für die Zukunft ziehen.

Außerdem meinte Zhu, dass jetzt der beste Zeitpunkt gekommen sei, um dieses Gericht zu eröffnen. Nach der Entmachtung des Spitzenpolitikers Bo Xilai seien immer mehr dunkle Geheimnisse der Fraktion um Jiang Zemin ans Licht gekommen und diese Fraktion sei praktisch aufgelöst.

Die Verfolgung von Falun Gong begann im Jahr 1999 auf Befehl des damaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin. Zu Beginn der Verfolgung gab es nach inoffizieller Statistik 100 Millionen Falun Gong-Praktizierende in China. Nach der Amtszeit von Jiang haben seine Gefolgsleute wie beispielsweise Zhou Yongkang, der Generalsekretär des Komitees für Politik und Recht, diese Verfolgung bis heute weitergeführt. Nach Einschätzung von Epoch Times wollen der derzeitige Staatspräsident Hu Jintao und Premierminister Wen Jiabao den Ruf von Falun Gong wieder herstellen und durch kurzfristige Freischaltung solcher Suchbegriffe in Baidu die Reaktion des Volkes ausloten.

Original-Artikel auf Chinesisch: 百度解禁“北京大审“江系血债派

 

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