Sportliche Muskelspiele wie hier am Strand von Qingdao zählen bei den Chinesen zur guten Bildung ...Foto: Ed Jones/AFP/Getty Images

China: Das sind die Top-Lebensziele der Superreichen

Von 23. September 2013 Aktualisiert: 23. September 2013 14:24

Noch vor vier Jahren war Geld für sie alles im Leben. Nun verrät die neueste Studie über Chinas Reiche, dass sich die Prioritäten geändert haben: Lebensqualität, Bildung und Vermögenssicherheit heißen jetzt die Top-Ziele. Das von der China Merchants Bank ermittelte Ergebnis scheint auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich. Dahinter stecken jedoch eigenwillige Trends.

Muttermilch der Gipfel gesunder Ernährung

Im Westen wurde der Zutatenreichtum der chinesischen Küche und Medizin schon immer bewundert, Chinas neuester Gesundheits-Trend schockiert jedoch auch manche Chinesen: Die Superreichen schwören seit neuesten auf Muttermilch.

In den chinesischen Medien machte die Runde, dass in Shenzhen, einer der wohlhabendesten Städte Chinas, Frauen für das Milchgeben bezahlt werden. Nur wird ihre Milch nicht von Kindern, sondern von Erwachsene getrunken. In einigen Fällen soll der Auftraggeber direkt an der Brust genuckelt haben – ohne sexuelle Absichten, versteht sich.

Das Monatsgehalt einer Privat-Amme liegt bei 2.000 Euro (16.000 Yuan) – das vierfache des chinesische Durchschnittseinkommens und “besonders hübsche und gesunde Ammen sind noch teurer”, sagen Chinas Medien.

International dazu gehören

Wohlhabende Chinesen sind über den Ruf, den sie im Ausland haben, unglücklich“, sagt Professor Wang Lianyi. „Auf Reisen hören sie immer wieder, dass ihnen einfachste soziale Umgangsformen fehlen.“ Weshalb gutbetuchte Eltern nun damit anfangen, ihre Kinder für die Auslandskarriere fit zu machen. Sie investieren hunderte Euros in Golfstunden, Ballettklassen, Reiten, Polo- und Skiunterricht. Denn ohne wird man von der westlichen Upperclass nicht akzeptiert, denken sie.

Auch Kniggekurse sind hochpolulär, die Grundfähigkeiten wie Laufen, Tanzen und Essen in Gesellschaft vermitteln. Damit nicht nur der Smalltalk nach westlichen Standards verläuft, schicken viele ihre Kinder zu Auslandsaufenthalten, wofür New York und London die beliebtesten Destinationen sind. Und das schon im Grundschulalter, damit sie von Anfang an akzentfreies Englisch lernen.

Experten sagen, die scharfe Schere zwischen Arm und Reich, ein harter Wettbewerb um begrenzte Bildungs-Ressourcen und die Ein-Kind-Politik würden Chinas Neureichen veranlassen, wie wild in die Zukunft ihrer Kinder zu investieren. Und dabei alles auf eine Karte zu setzten: „Erfolg im Ausland“.

Vermögenssicherheit? Nur im Ausland!

Privatvermögen werden in ungeheurer Geschwindigkeit aus China abgezogen.Laut der zitierten Umfrage sagten 51 Prozent der Befragten mit einem Vermögen von über 100 Mio. Yuan (12,5 Mio. Euro)aus, dass sie Investitionen im Ausland machen. 60 Prozent davon wollen ihre Auslandsinvestitionen noch verstärken.

Auch das Auswandern samt Vermögen ist Trend: Im vergangenen Jahr gingen in den USA 80 Prozent aller Einwanderungslizenzen der Kategorie EB-5 (gekoppelt an Mindestinvestition von 500 000 US-Dollar (370 000 Euro) oder Schaffung von mindestens 10 Arbeitsplätzen) an Chinesische Investoren.

Immobilien sind ebenfalls ein Renner: 2012 gaben Chinesen 9 Milliarden US-Dollar (6,7 Mrd. Euro) auf dem US-Immobilienmarkt aus, hauptsächlich für Luxusbehausungen. Die Käufer seien meist Kinder chinesischer Beamter oder erfolgreicher Businessleute, die ihr nichtgemeldetes und nichtbesteuertes Einkommen ins Ausland verlagern, so Experten. Viele Beamte haben ihre kompletten Familien samt großer Geldsummen ins Ausland gebracht, um auf eine zukünftige Flucht aus China vorbereitet zu sein. Ihr Unsicherheitsgefühl speist sich unter andererm aus der Unberechenbarkeit des kommunustischen Regimes.



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