Alle wollen nur das Beste für die Kinder.Foto: STR/ AFP/Getty Images

China: Der „Krieg“ um Milchpulver reicht bis zum Weißen Haus

Von 3. Februar 2013 Aktualisiert: 3. Februar 2013 18:39

 

Im Jahr 2012 sind fast 35 Millionen Touristen aus Festlandchina nach Hongkong gereist. Trotz der beachtlichen Einnahme durch den Tourismus sind diese Touristen aus China nicht für jeden Einwohner von Hongkong willkommen. Ein Grund dafür ist, dass sie so viel Milchpulver gekauft haben, dass die Bewohner von Hongkong Schwierigkeiten haben, ihre Babys zu versorgen. Deswegen haben sie am 29. Januar eine Petition ans Weiße Haus in den USA eingereicht, mit dem Titel „Baby Hunger Outbreak in Hong Kong, International Aid Requested“.

Dass viele Touristen aus Festlandchina gerne in Hongkong Milchpulver einkaufen, liege an dem Milchpulverskandal im Jahr 2008, während dem viele Kinder von giftigem mit Melamin versetztem Milchpulver erkrankt waren. Seitdem haben viele Chinesen das Vertrauen in chinesisches Milchpulver verloren. Aber wegen hoher Steuern und wachsendem Bedarf werde ausländisches Milchpulver in China oft viel zu teuer verkauft. Außerdem gibt es Gerüchte, dass aufgrund unterschiedlicher nationaler Standards Milchpulver der gleichen Marke in China schlechtere Qualität habe als in anderen Regionen. Deshalb kaufen Chinesen gerne in anderen Ländern und Regionen Milchpulver ein. Hongkong ist ein Reiseziel, das für sie sehr leicht zu erreichen ist. Inzwischen gibt es Meldungen, dass viele Bewohner von Hongkong aufgrund des Touristenansturms aus China kein Milchpulver mehr bekommen können.

Um an das knappe Milchpulver zu kommen, werden nach Berichten der Webseite opinion.voc.com sogar Leute bezahlt, die in der Nacht vor den Supermärkten Schlange stehen. Diejenigen, die Milchpulver von begehrten Marken bekommen haben, können vom Auftraggeber eine hohe Belohnung kassieren.  Die Einwohner von Hongkong haben bereits in einer U-Bahn Station in der Nähe der chinesischen Stadt Shenzhen protestiert. Inzwischen hat ihre Petition an das Weiße Haus in den Vereinigten Staaten nach nur zwei Tagen schon fast 15.000 Unterschriften bekommen.

Die chinesische Webseite voc.com stellte die Frage, wer schuld an dem „Milchpulver-Krieg“ zwischen China und Hongkong sei. Die Webseite ist der Meinung, dass das nicht vertrauenswürdige chinesische Milchpulver, die unzuverlässige Qualitätskontrolle der Regierung und zu hohe Zölle für ausländisches Milchpulver für diesen Konflikt verantwortlich seien.

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion