Chinas Kampagne der Zwangssterilisation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Von 5. Mai 2010 Aktualisiert: 5. Mai 2010 23:54

Die Kommunistische Partei Chinas leugnet, dass sie Frauen dazu zwingt, gewollte Schwangerschaften abzubrechen oder sterilisiert zu werden. Das ist Propaganda. In Wirklichkeit hat das Amt für Bevölkerungs- und Familienplanung kürzlich 1.300 Menschen festgenommen, die gegen die Sterilisation von 10.000 Menschen in der Stadt Puning in der Provinz Guangdong prostestierten.

Ein mutiger, investigativer Bericht der „Nanfang Countryside Daily“ gewährt einen seltenen Einblick in die brutalen Machenschaften von Chinas Ein-Kind-Politik. Die Kontrollbehörden der Stadt Puning haben Eltern, andere Familienmitglieder, wie auch ältere Großeltern festgenommen, weil diese sich gegen das Procedere der Sterilisation stellten.

Die zwanzigtägige staatliche Kampagne, die am 7. April begann, entwickelte sich mit bereits 9.559 Sterilisationen. „Ein Arzt aus dem Dorf Daba erklärte, dass sein Team durcharbeiten müsse. Jeden Tag beginnen sie um acht Uhr mit den Sterilisationen und arbeiten durch bis am Morgen um vier des darauf folgenden Tages.“

Warum diese Eile? Die „London Times“ berichtet, dass die Beamten von Puning fürchten, als zweitrangiger Landkreis heruntergestuft zu werden, „falls sie die geforderten Quoten nicht erreichen.“

Sterilisationsquoten? Vielleicht ist das der Grund, warum die Behörden von Puning selbst Leute wie die 64-jährige Huang Ruifeng sterilisieren, wie „The Telegraph“ berichtete.

Unglücklicherweise ist die Sterilisationskampagne von Puning kein Einzelfall. Im Bericht des Jahres 2009 der Congressional-Exekutive Kommission über China ist zu lesen: „Wer sich der Ein-Kind-Politik Chinas widersetzt, wird routinemäßig mit Geldstrafen belegt. In einigen Fällen kommt es zur Zwangssterilisation, Zwangsabtreibung, Gefängnisstrafen und Folter.

Im Landesbericht des Außenministeriums im Jahr 2009 über China steht: „Bei Familien, die schon zwei Kinder haben, wurde oft ein Elternteil dazu gezwungen, sich sterilisieren zu lassen.“

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) führt nicht nur Zwangssterilisierung bei Frauen durch. Sie zwingt Frauen auch zur Abtreibung, wenn sie „ohne Geburtserlaubnis“ schwanger geworden sind. Diese Abtreibungen können bis zum neunten Monat der Schwangerschaft durchgeführt werden und können so gewaltsam sein, dass sie zum Tode der Frauen führen.

Um Beweise dafür zu sehen, lesen Sie die Dokumente des Kongressberichts vom November 2009:

www.womensrightswithoutfrontiers.org/

China hat in der Welt die höchste Selbstmordrate bei Frauen. Nach Berichten der Weltgesundheitsorganisation setzen 500 Frauen täglich ihrem Leben ein Ende – eine Rate, die dreimal höher ist als die der Männer im selben Land. Könnte diese grauenhafte Statistik ein Hinweis auf das emotionale und physische Trauma sein, das auf Zwangsabtreibung und Zwangssterilisation zurückzuführen ist?

Die Praktiken der erzwungenen Familienplanung hängen auch mit den gefährlich verdrehten Zahlenverhältnissen zusammen, bei denen es zu mehr als 120 Geburten von Jungen gegenüber nur 100 Geburten von Mädchen kommt. Die traditionelle Bevorzugung von Jungen, die strenge Grenze der Anzahl der erlaubten Kinder und die Möglichkeit, geschlechtsspezifische Abtreibungen durchzuführen, haben zu einer Situation geführt, in der es heute 37 Millionen mehr Männer als Frauen in China gibt.

Dieser „Geschlechtermord“ ist die treibende Kraft bei Menschenhandel und Sex-Sklaverei und zwar nicht nur in China sondern auch in mehreren angrenzenden Ländern.

Chinas Ein-Kind-Politik verursacht mehr Gewalt gegen Frauen und Mädchen, als irgendeine andere offizielle Politik auf der Welt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich für die Abtreibung oder für das Leben entscheidet. Niemand sollte Zwangsabtreibungen unterstützen; denn sie schließen eine Entscheidung aus.

Im Jahre 2002 wurde der internationale Strafgerichtshof in Den Haag etabliert. Die Definition von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ dieses Gerichtshofs umfasst Folter, Zwangssterilisation und alle anderen Formen von Sexualverbrechen ähnlicher Schwere, wenn diese ein Teil eines weit verbreiteten und systematischen Angriffs sind, der sich in voller Kenntnis dieses Angriffs gegen eine zivile Bevölkerung richtet. Diese grauenhaften Menschenrechtsverletzungen müssen „entweder Teil einer Regierungspolitik … oder einer weit verbreiteten Praxis von Gräueltaten sein, die von der Regierung gebilligt oder toleriert wird.“

Die KPCh leugnet, dass sie Menschen zwangssterilisiert. Wenn das wahr sein sollte, warum hat dann die KPCh die Kampagne der Zwangssterilisationen nicht gestoppt, die kürzlich in Puning stattfand? Es gilt als sicher, dass die Partei diese Kampagne billigt und die Ziele bei der Bevölkerungsanzahl so gesetzt hat, dass es zu einem Anstieg bei den Sterilisationsquoten kam.

Meiner Ansicht nach fallen die Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen in Zusammenhang mit der gewaltsam eingeführten Ein-Kind-Politik unter den Begriff: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

„Die einzige Voraussetzung für den Triumph des Bösen besteht darin, dass gute Menschen nichts tun.“ (Edmund Burke)

Reggie Littlejohn ist Präsidentin der „Rechte der Frauen ohne Grenzen“

www.womensrightswithoutfrontiers.org

 

Originalartikel auf Englisch: China’s Forced Sterilization Campaign Is a Crime Against Humanity

Foto: Liu Jin/AFP/Getty Images

 

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