Chinas Neureiche kaufen sich in Europa, USA und Kanada ein

Von 30. August 2013 Aktualisiert: 30. August 2013 18:23

Der in Ungnade gefallene chinesische KP-Politiker Bo Xilai tat es. Viele andere KP-Beamte tun es ebenfalls – sie kaufen sich im Ausland teure Immobilien um Millionenbeträge, obwohl sie gesetzlich nicht mehr als 50.000 Dollar im Jahr aus dem Reich der Mitte ausführen dürfen.

Die Beamten mit Vermögenswerten und Familienmitgliedern im Ausland tummeln sich in Europa, Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten.

Zeng Wei, der Sohn eines anderen ehemaligen Mitglieds des Politbüros namens Zeng Qinghong zahlte im Jahr 2008 etwa 21 Millionen Euro für ein Jahrhunderte altes Herrenhaus in einem östlichen Vorort von Sydney, geht aus einem Bericht des Sydney Morning Herald vom April 2010 hervor.

Chinesen sind gesetzlich verpflichtet, nicht mehr als 50.000 Dollar (37.758 Euro) aus dem Land innerhalb eines Jahres auszuführen.

Allerdings ist die chinesische Wirtschaft von 2000 bis 2011 um 3,79 Billionen US-Dollar (2,86 Billionen Euro) illegale finanzielle Abflüsse ausgeblutet, berichtete Global Financial Integrity im Oktober 2012.

Chinas „nackte Beamte“ und ihr Vermögen

Vancouver wird oft als Zufluchtsort für hochrangige chinesische Beamte der Kommunistischen Partei auf der Suche nach einer Stelle im Ausland ins Spiel gebracht. Man nennt die in China zurückbleibenden Familienväter „ nackte Beamte”.

In der westlichen kanadischen Metropole kommen etwa 20 Prozent der Bevölkerung ursprünglich aus China, geht aus einem Bericht der japanischen Asahi Shimbun von Ende 2012 hervor.

Immobilienmakler sagen, dass Chinas Reiche sich in ganz Europa eine vielfältigere Palette von erstklassigen Top-Liegenschaften, darunter französische Weinberge, Häuser in den mittelalterlichen Dörfern in Italien und Luxus-Strand-Villen in Spanien, unter den Nagel gerissen haben.

Chinesen kaufen auch neu gebaute Wohnungen in Paris und London, wo es gute Schulen gibt, berichtete der Guardian.

Daten aus der US-amerikanischen „National Association of Realtors“ zeigen, dass Chinesen im Rang neben den Kanadiern die am schnellsten wachsende Gruppe der Käufer von Eigenheimen sind.

Zypern, Portugal und Griechenland haben sich als die neueste Ziele für reiche chinesische Immobilienkäufer erwiesen, heißt es in einem Bloomberg-Artikel vom 21. August.

Angst und Misstrauen

Allerdings verbergen Familien hochrangiger Partei-und Regierungsvertreter oft ihren Status, wenn sie Häuser und andere Liegenschaften kaufen.

„Sie vermeiden sehr häufig den Kontakt mit anderen und beschränken den Umfang ihrer sozialen Aktivitäten auf eine kleine Gruppe von Menschen, denen sie vertrauen“, sagte eine Chinesin, die mit rund zehn Parteifunktionären in Kanada vertraut ist, zu Asahi Shimbun.

Ein Immobilienmakler in Nordkalifornien erzählte der EPOCH TIMES im vergangenen Jahr, von einem chinesischen Ehepaar, das sich für 3 Millionen US-Dollar (2,2 Millionen Euro) ein Haus in Palo Alto kaufen wollte. Als sie das Paar fragten, in welchem Geschäftsbereich sie tätig wären, gingen sie, ohne zu antworten.

Artikel auf Englisch: Cashed Up Chinese Buy Properties Across Europe and United States

 

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