„Das Regime hat enge Verbindungen zu chinesischen Mafiagruppen in Übersee“

Chinesische Mafia in Sydney bot schon 2002 an, die Falun Gong-Aktivitäten vor dem dortigen Konsulat „zu beseitigen“
Titelbild
Chen Yonglin bei seinem Besuch in Kanada im Jahr 2007. (Matt Hildebrand/ET)
Von 23. Juni 2008

Flushing, New York – Am 17. Mai hat die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) begonnen, kriminelle Elemente auf ehrenamtliche Mitarbeiter einer Nichtregierungsorganisation (NGO) anzusetzen. Diese NGO unterstützt Chinesen im Ausland beim Austritt aus der KPCh. In einem Interview mit der Epoch Times sagt der ehemalige chinesische Diplomat Chen Yonglin, dass das Regime schon immer enge Beziehungen zu chinesischen Mafiagruppen in Übersee unterhielt. Chen Yonglin verließ im Jahr 2005 aus Gewissensgründen seinen Posten im chinesischen Konsulat in Sydney.

„Bezahlte Kleinkriminelle anzuheuern, das kam ständig vor in der Vergangenheit, die KPCh fing ja selbst einmal als organisiertes Gewaltkartell an. Sie ist selbst ein organisiertes Verbrechen und braucht Verbrecher. Ihre Politikstrategien und Säuberungsaktionen haben ihren wahren Charakter enttarnt. Die Verbindungen der KPCh zu im Ausland angesiedelten chinesischen Mafiagruppen sind sehr eng.“

Chen zitiert aus seinen eigenen Erfahrungen: „Als ich im Juni 2007 im kanadischen Montreal war, wurde ich davon Zeuge, wie die örtliche Mafia die KPCh unterstützte. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir von einer unabhängigen Gesellschaft Montreals eine Abendveranstaltung gewidmet. Als ich ankam, war eine Gruppe von Rowdies einer Untergrundorganisation an der Tür des Restaurants und bedrohte die Gäste. Sie stellten einfach einen Tisch an der Tür auf und beobachteten die Gäste.“

Vorsitzender einer chinesischen Gemeinschaft wegen angeblichen Drogenschmuggels festgehalten

Im März veröffentlichte die australische Brisbane Times und die Internetseite des neuseeländischen Fernsehsenders tvnz.co.nz, dass Hu Yang (alias Frank Hu), eine Führungsperson der chinesischen Gemeinschaft in Australien, verdächtigt werde, 250 Kilogramm Rauschgift geschmuggelt zu haben. Die chinesischsprachige „Australian New Express Daily“ berichtete, er sei der Vorsitzende des „Internationalen Austausch-Zentrums Australien-China“. Wegen seiner Aktivitäten in dem Austausch-Zentrum wurde er im Jahr 2001 von der chinesischen Botschaft ausgezeichnet. Im Jahr 2003 wurde er von dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao in China empfangen

Chen: „In Sydney hat die KPCh eine sehr enge Beziehung zur örtlichen chinesischen Mafia. Frank Hu war ein angesehener Gast im Konsulat. Als Vorsitzender der „Australian International Exchange Association“ hat Hu der KPCh geholfen, über die Vereinigung in Australien ausländische [Anm. d. chinesische] Propaganda zu verbreiten.“ Die Kooperation sei für ihn auch nicht überraschend, da die KPCh immer mit Mafiagruppen zusammengearbeitet und diese für ihre Zwecke einzuspannen versucht habe.

Chen enthüllt auch, dass im Jahr 2002 ein Mitglied der chinesischen Mafia Sydneys dem Generalkonsul Hilfe angeboten hätte, die Falun Gong-Veranstaltungen vor dem Konsulatsgebäude zu verhindern. Es ist einfach so, dass die KPCh die Mafia in China ist und ebenso der Chef der chinesischen Mafia im Ausland,“ sagt Chen.

Eine Krise nach der anderen

Chen erklärte gegenüber der Epoch Times, er sei lange Zeit über die Situation in China verzweifelt gewesen, habe aber in den letzten Jahren neue Hoffnung geschöpft, weil immer mehr Menschen die Diktatur der KPCh ablehnten und immer mehr Menschen mutig hervor getreten seien. „Zur Zeit klammert sich die KPCh gerade noch an ihr Leben. Je näher das Ende rückt, desto schwächer wird sie werden und desto verrückter und grausamer. Gerade jetzt, vor den Olympischen Spielen, verhaftet die KPCh massenweise Menschenrechtsaktivisten und Leute mit Rückgrat. So weit ich weiß, wurden seit Januar auch wieder Anhänger von Falun Gong verhaftet und sofort zu acht Monaten Arbeitslager verurteilt.“

Über das Erdbeben in Sichuan sagt Chen: „Weil die KPCh die Erdbebenwarnungen absichtlich geheim hielt und minderwertigen „Tofu“ für Schulhäuser verwendete, starben viele Schüler durch das Erdbeben. Zusätzlich hat der unkoordinierte Rettungsversuch in der ersten Woche noch mehr Leid verursacht. Die KPCh steht pausenlos vor neuen Krisen.“



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion