Die wahre Geschichte um den Jungen mit den gefrorenen Haaren!

Epoch Times13. Juni 2018 Aktualisiert: 13. Juni 2018 7:49
Eiseskälte, keine warme Kleidung und zu Fuß unterwegs in die Schule - das waren die "Zutaten" für ein virales Foto aus China, doch was danach geschah, bleibt oft unveröffentlicht. Hier die ganze Geschichte von "Wang dem Eisjungen"

Nachdem er in der Eiseskälte gut vier Kilometer zurückgelegt hatte, betrat ein Drittklässler am 9. Januar 2018 mit einem Kopf voller Reif sein Klassenzimmer. Seine amüsierte Lehrerin machte ein Foto von ihm und postete es online.

Sie hätte nicht erwartet, dass dadurch eine hitzige Debatte über Chinas extreme Armut ausgelöst wurde, gefolgt von einer Reaktion der Propagandisten des chinesischen Regimes, die das Thema mit der klassischen kommunistischen Rhetorik, die schon früher propagiert wurden, effektiv unter den Teppich kehrten.

Der kleine achtjährige Wang Fuman, um den es letztendlich ging, lebt in einer einfachen Lehmhütte, gemeinsam mit seiner Großmutter und seiner älteren Schwester in Ludian in der Provinz Yunnan. Seine Mutter „verschwand“ eines Tages und sein Vater ist ein Wanderarbeiter, der nicht zu Hause lebt. Um zur Schule zu gelangen, läuft der junge Wang jeden Tag mehr als eine Stunde, was im Winter nicht angenehm ist, besonders wenn man keine warme Kleidung besitzt. Es war ungefähr -9 Grad Celsius am besagten Dienstagmorgen, als dieses Foto gemacht wurde.

Das Bild von Wang mit seinen eisverkrusteten Haaren und Augenbrauen wurde schnell viral und traf einen wunden Punkt für das chinesische Regime, dessen hochrangige Beamte gleichbedeutend mit Unterschlagung, Bestechung und Korruption stehen.

Einladung zum Fototermin nach Peking

Mehr als die Hälfte der chinesischen Bevölkerung lebt in Armut. Eine Tatsache, die das chinesische Regime unter Verschluss halten will. Zum Beispiel wurden 1,5 Millionen Einwohner vor den Olympischen Spielen 2006 in Peking aus ihren zerstörten Häusern entfernt und vertrieben, weil China ausländischen Besuchern ein falsches Bild suggerieren wollte und stattdessen die auffälligen Wohngebäude der Westküste zeigen wollte. Als Wangs „Eisjungen“-Foto sowohl in China als auch im Ausland Aufsehen erregte, da erst reagierte die chinesische Politik.

Wang ist nicht länger das Symbol der ländlichen Armut, denn er wird jetzt als Fotomodel für die Kommunistische Partei Chinas benutzt. Der 8-Jährige wurde nach Peking eingeladen und wurde als patriotischer Held empfangen.

Er wurde fotografiert, wedelte mit der kommunistischen Flagge und schwor der Kommunistischen Partei Treueeid. Er wurde mit Polizeiausrüstung fotografiert und äußerte seine Absicht, Polizist zu werden, wenn er erwachsen ist.

Indem die Machthaber den Jungen wie eine Berühmtheit behandelten, kann das Regime nicht nur seinen eigenen Ruf in der Bevölkerung als „kämpfen für die Menschen“ stärken – genauso wie der „Eisjunge“ gegen die eisigen Winterbedingungen ankämpft, um zur Schule zu kommen – sondern die ganze aufgeblasene Publicity hat effektiv die Debatte über Chinas lähmende Armut trivialisiert und gemildert.

Dass der Eisjunge in Peking „selbstverständlich“ warme Kleidung bekommen hat, müssen wir vermutlich nicht weiter ausführen …

Übersetzt und überarbeitet von Jacqueline Roussety

Quelle: Remember the boy with frozen hair? Here’s the harsh truth that’s been hidden from the public eye

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