Drachen in China haben eine positive Bedeutung und sollen die Kaiser im dritten Jahrtausend v. Chr. begleitet haben, als sie vom Himmel herabstiegen. Bild: SM Yang/The Epoch Times

Drachen in Ost und West

Epoch Times23. Januar 2012 Aktualisiert: 23. Januar 2012 5:44

Der 23. Januar markiert den Beginn des chinesischen neuen Jahres. Nach dem Jahr des Hasen steht das kommende Jahr im Zeichen des Drachen. Im Gegensatz zum westlichen Drachen ist das Bild des Drachen in der chinesischen Kultur mit dem Himmel, dem Kaiser und mit Glück verbunden.

Im Osten sowie im Westen ist der Drache häufig mit Fantasie und mythischen Welten verbunden. Doch die äußeren Erscheinung und die gemeine Vorstellung des Drachen unterscheiden sich erheblich zwischen der christlichen und der asiatischen Welt.

Im ganzen asiatischen Raum, insbesondere in China, gilt der Drache häufig als Symbol des Adels, der Heiligkeit und des Glücks. In der Geschichte von China, Korea und Japan waren Drachen ein Teil des Alltags der Menschen und existieren in ihren Traditionen. Der Drache ist somit ein fester Bestandteil der chinesischen Kultur und die Chinesen selber nannten sich früher die Nachkommen der Drachen.

In der chinesischen Kultur wird der Drache als ein göttliches Wesen mit einem riesigen Körper in der Form einer Seidenraupe beschrieben. Der Drache hat Schuppen wie ein Karpfen, einen Kopf wie ein Kamel, Hörner wie ein Hirsch, Augen wie ein Geist, Krallen wie ein Adler, Handflächen wie ein Tiger und Ohren wie ein Ochse.

Berühmt in der Tradition der christlichen Legenden ist die Geschichte von St. Georg der den Drachen tötet. Paolo Uccello (1397-1475), "St. Georg mit dem Drachen", Öl auf Leinwand, 1460.Berühmt in der Tradition der christlichen Legenden ist die Geschichte von St. Georg der den Drachen tötet. Paolo Uccello (1397-1475), "St. Georg mit dem Drachen", Öl auf Leinwand, 1460.Foto: Artrenewal.org

Trotz der Unterschiede zwischen den östlichen und westlichen Drachen sind beide eng mit dem Glauben der Menschen verbunden.

Der östliche Drache wird als ein glückliches Wesen mit magischen Kräften dargestellt, das mit den Göttern im Himmel zusammenlebt. Wenn Buddhisten oder Taoisten die Erleuchtung erreichen, steigen sie auf einem Drachen in den Himmel hinauf.

In der westlichen Kultur steht der Drache für das Böse und die Dunkelheit. Im Gegensatz zu dem himmlischen Bild des östlichen Drachen hat der westliche Drache scharfe Zähne und kräftige Beine. Es bringt Schaden und Leid und flößt den Menschen Angst ein.

Das Buch der Offenbarung, das letzte Buch im Neuen Testament, spricht über den Teufel und über Satan, der die Form eines roten Drachen annimmt und den Erzengel Michael bekämpft. Satan, der Verführer der Welt, wurde geschlagen und auf die Erde geworfen.

 



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